News 2008
Happy New Year
Ich hoffe Ihr seid alle gut im neuen Jahr angekommen und wünsche euch nur das Beste fürs 2009!
Wie schnell doch die Zeit vergeht! Gerade noch freute ich mich auf die Saison 2008 und schon ist sie vorbeigeflitzt. Es war ein sehr erlebnisreiches Jahr mit vielen Ups und Downs. Meine Saison hätte mit drei Siegen im Swisspower Cup nicht besser beginnen können. Doch die Trennung meiner Eltern und das Pech an der EM, wo ich das Pedal verloren hatte, machten mir zu schaffen. Ich arbeitete fleissig an mir, um es bis zur WM rechtzeitig aus dem Loch zu schaffen. Der vierte Platz ist immer etwas unglücklich, doch ich war zufrieden. Die drei Schweizermeistertitel im Mountainbike, Radquer, Strasse und auch der Gesamtsieg im Swisspower Cup liessen jedoch das Jahr 2008 unvergesslich werden.
Jetzt heisst es „welcome im 2009“! Da mein Neujahr im Bett mit einer Grippe begann, werde ich am Flüügerquer in Dübendorf und an der Radquer-Schweizermeisterschaft nicht am Start sein. Die Gesundheit hat Vorrang! Sobald ich wieder fit bin, werde ich mit dem Aufbau fürs Mountainbike beginnen. Schliesslich geht es nicht mehr allzu lange, bis ich meine ersten U23-Rennen bestreiten werde ;)!
Cyclo Cross Dagmersellen 26.12.08
Ohne grosse Erwartungen, aber doch motiviert ging ich ans Radquer in Dagmersellen. Die Tage zuvor musste ich mich wegen einer starken Erkältung schonen und konnte somit nicht viel trainieren. Doch als ich auf meinen neuen Colnago Quervelos sass und die Strecke besichtigte, kam die Motivation blitzschnell. Zum ersten Mal fuhr ich auf dieser Strecke und ich muss sagen, dass sie für mich zu schnell ist. Die Abfahrt gefällt mir, doch die flachen Passagen liegen mir nicht. Dieses Mal war die Konkurrenz sehr stark, darunter Sabine Spitz, Olympiasiegerin im Mountainbike 2008 in Peking. Der Startschuss viel um 12:45 Uhr. Beim ersten Aufstieg schon, verlor ich bei einer engen Passage den Anschluss zur Spitze. Als sich die Fahrerinnen etwas verteilt hatten, konnte ich dann mein Tempo fahren. Doch es war unmöglich, auf dieser Strecke wieder Anschluss zur Spitze zu finden. Ich gab mein Bestes und landete auf dem 9. Platz. Kein zufriedenstellendes Resultat, doch ich hacke dieses Rennen ab und versuche mich auf das nächste Rennen besser vorzubereiten.
Ciclocross Verbania, Italia 14.12.08
Am letzten Samstag reiste ich zusammen mit meinem Freund an ein Radquerrennen in Italien. Nach ca. vier Stunden kamen wir in Verbania am lago Maggiore an. Am nächsten Morgen wagte ich einen Blick aus dem Fenster des Hotelzimmers; es regnete aus strömen, was sich den ganzen Tag lang nicht änderte. Doch nicht nur die Wetterverhältnisse waren speziell an diesem Rennen. Kurz nach dem Frühstück mechten unser Teammanager Edmund Telser und Teammechaniker Freddy Dal Santo meine nagelneuen Quervelos zusammen. Als wir dann im Renngelände angekommen waren und eine trockenen Stelle für unsere Rollen gefunden hatten, entschieden wir uns, die Strecke nicht zu besichtigen. Denn der Regen und die Kälte hätten uns nur noch mehr zum frieren gebracht. Ja… das war wirklich mal ganz was anderes. Ohne eine Ahnung, wie die Strecke aussieht und mit einem neuen Velo, das ich nie zuvor gefahren bin, ging ich an den Start. In der ersten Runde fand ich mich nicht ganz zurecht. Doch als ich die Strecke so einigermassen kannte, konnte ich mein Tempo fahren. Ich muss sagen, abgesehen von den ca. 50cm tiefen Schlammlöchern, war es eine super Strecke. Es gab einige Laufpassagen und einige Abschnitte im Wald, könnten auch von einem Mountainbikerennen gewesen sein. In meiner vierten Runde verliessen mich meine Kräfte. Ich sah niemanden vor- oder hinter mir, also fuhr ich einfach mein Tempo. Als mich der erste Junior Bryan Falaschi überholte, war ich froh, nicht noch auf die fünfte Runde gehen zu müssen. Bei der Elite landete ich auf dem 6. Rang. Meine Teamkollegin Eva Lechner gewann das Rennen mit einem Vorsprung von 2:43min auf die Zweite. Evelyne Staffler landete nach einer Platte gesamthaft auf dem 10. Platz. Bei den U23 gewann Veronica Alessio vor…mir. :) Es war ein hartes Rennen, doch ich bin zufrieden mit meiner Leistung.
Nachdem ich versucht hatte, meine verfrorenen Füsse unter der kalten Dusche zu wärmen, wollte ich nur noch nach Hause. Mit der Zeit spürte ich die Müdigkeit und war sehr froh, dass ich mich von meinem Freund chauffieren lassen konnte. Danke Schatz!!! :) Auch ein Dankeschön an Edi, Freddy und Erminio fürs organisieren, mechen und für eure Arbeit im Wechselposten!!! Grazie mille per tutto!
Techniktraining mit der Nationalmannschaft 15.11.08
Am vergangenen Wochenende trafen sich die Damen der Elite- und U23-Nationalmannschaft. Zusammen mit Marina Giger reiste ich am Samstag, 15.11.08 nach Oberentfelden, wo wir im schönen Hotel Aarau West untergebracht waren.
Für Daniela Meuli war dies leider der letzte Natitreff. Nachdem wir zwei Jahre lang von ihren Erfahrungen als Olympiasiegerin und von ihren mentalen Kenntnissen profitieren konnten, wird sie ihr „Natitrainer- Titel“ an Rolf Vollenweider weitergeben.
Rolf kenne ich schon seit dem Jahr 2006, in dem ich ins Sichtungskader aufgenommen wurde. Ich freue mich sehr für ihn und bin mir sicher, dass er seine Sache im Griff hat! Das wird toll! ;)
Von den Trainings konnte ich sehr viel profitieren. Das Gelände rund um Gränichen ist für Techniktrainings geschaffen. Nachdem wir uns im Wald ausgetobt hatten, wurden bei der Videoanalyse noch einige Tipps abgegeben. Doch nicht nur unsere Beine kamen zum Einsatz. Am Abend zeigte uns Daniela noch einige Übungen für die Rumpfmuskulatur.
Dieses Wochenende hat mir viel Spass gemacht. Ein grosses Dankeschön an alle Trainer: Daniela Meuli, Rolf Vollenweider, Beat Stirnemann, Urs Graf und Sämi Reichen.
Cyclo Cross Hittnau 02.11.08
Am vergangenen Sonntag fand das 23. internationale Radquer in Hittnau statt. Zuerst wollte ich das Rennen nicht fahren, doch schlussendlich konnte ich es doch nicht lassen. ;) Das Radquer vom eigenen Club darf man doch nicht verpassen! Also drehte ich schon am Samstag einige Runden auf der schönen, abwechslungsreichen Strecke. Da war die Bodenbeschaffenheit noch tiptop. Doch die Verhältnisse veränderten sich fatal. Am Sonntag war die Strecke so schlammig und rutschig, dass sie im Damenrennen sogar die Laufpassage und die Abfahrt vom Schlosshügel heraus nahmen. Das fand ich schon etwas schade. Schliesslich ist der Schlusshügel doch das Markenzeichen von dieser Strecke. Doch während dem Rennen habe ich diese Passagen dann doch nicht vermisst. ;) Wir starteten um 12:45 Uhr, eine Minute hinter den Juniorinnen. Ulala… Mein erstes Rennen im Colnago-Trikot. Ich fühlte mich fit und konnte zusammen mit Kathrin Leumann gleich die Spitzte übernehmen. Nach ca. einer Runde holten wir dann auch die zwei gestarteten Juniorinnen ein. In einer technischen Passage verlor ich den Kontakt zu Kathrin und auch Jasmin Achermann konnte zu mir aufschliessen. Insgesamt waren fünf Runden zu absolvieren. Bis zur letzten Runde konnte ich einen genügend grossen Abstand zu Jasmin herausfahren. In der letzten kurzen Abfahrt fiel Kathrin Leumann wegen einem kleinen Fahrfehler hinter mich. „So Vivi, jetzt voll Gas!“ Doch das war in dieser Schlammschlacht gar nicht so einfach und der Abstand betrug auch nur wenige Sekunden. Mir blieb nichts anderes übrig, als den Sprint anzuziehen. Ich hatte jedoch zu wenig Kraft und wurde mit 0.00,7 Sekunden Rückstand Zweitplatzierte. Es siegte Kathrin Leumann. Den dritten Platz holte sich Schweizermeisterin Jasmin Achermann. Ich hätte nicht gedacht, dass ich es mit so wenig Vorbereitung an die Spitze schaffen würde. Das freute mich sehr! :) Ein grosses Dankeschön an Mami und Pascal fürs helfen in der Wechselzone!!! In diesem Rennen wart ihr unverzichtbar!
Später bestaunte ich die Bike-Legende Thomas Frischknecht, der mit einer beneidenswerten Leichtigkeit den Schlosshügel hinunter raste! Einfach genial! Nach seinem Sieg am letzten Wochenende in Steinmaur, gelangte er dieses Mal auf den guten vierten Platz. Hittnau war zugleich das letzte Querrennen seiner von Erfolgen geprägten Karriere.
TEAM COLNAGO - CAP ARRENGHINI 23.10.08
Nach dem J&S Leiterkurs endete meine zweite Ferienwoche im schönen Montreux. Über die Einladung vom Vizeschweizermeister Arnaud Grand freute ich mich sehr und nahm so das Trainingsweekend in Angriff. „Merci beaucoup! Même si tu étais trop vite pour moi, je me suis très bien amusée avec toi! Very nice;)! „
Am Donnerstag, 23.10.08 reiste ich mit Teamkollegin Nathalie Schneitter nach Cambiago, Italia. Nun ist alles definitiv. Im Anzienda Colnago konnte ich meinen Einjahresvertrag unterschreiben. Nach dem Mittagessen und einer allgemeinen Besprechung für die Saison 2009, reisten wir auch schon wieder nach Hause. Wir haben jedoch noch Gesellschaft bekommen: mein neues Rennrad! :) Die Reise zog sich ziemlich in die Länge. Nach ca. drei Stunden bis nach Luzern und dann nochmals einer guten Stunde war ich zu Hause.
Bald werde ich mich nochmals mit meinem Team Manager Edmund Telser und meinem Trainer Nicolas Siegenthaler treffen. Wenn die Saisonplanung besprochen ist, werde ich euch auch sagen können, wie viele und welche Radquers ich fahren werde. Doch vorerst werde ich nur als Betreuerin für meinen Bruder auf dem Rennplatz sein.
J&S Leiterkurs 11.10.08
Vom 6.–11.10.08 war ich im Jugend und Sport Leiterkurs für Radsport. Unsere Gruppe von 18 Teilnehmerinnen war im komfortablen Hotel Aarau-West untergebracht. Der Kurs wurde geleitet von Beat Stirnemann, Junioren Nationaltrainer Mountainbike und Daniel Steingruber, Junioren Nationaltrainer Strasse. Der Morgen begann meistens mit einem Theorieblock. Wir lernten so einiges über Kondition und Koordination und wie man sie bei Jugendlichen optimal einsetzt. Sehr interessant und auch etwas schockierend war der Vortrag über sexuelle Ausbeutung im Sport. Nach dem Mittagessen ging es dann ab ins Gelände! Dort wurden während unserer Tour immer wieder die vorbereiteten Lektionen der Teilnehmer durchgeführt. Vom Freerider bis zur Strassenfahrerin, alle hatten Spass am biken. Mit einem zweiten Theorieblock nach dem Nachtessen endete der Tag. Diese Woche hatte eine motivierende Wirkung auf mich und ich konnte viel lernen. Der Leiterkurs ist nun zwei Jahre gültig, bis er wieder mit einem weitern Kurs „geupdated“ werden muss. Mein Ziel ist es, in einigen Jahren als „Grossmutter“ unsere Schüler vom VC Hittnau zu leiten. Doch vorerst tobe ich mich noch etwas im Rennsport aus. Doch wenn es die Zeit zulässt, würde ich gerne einige Trainings Im VC Hittnau leiten.
Frischi Bike Challenge 20.09.08
Es war ein genialer Event! Die erste Frischi Bike Challange war im Jahr 1999, wo die Bikekarriere meines Bruders seinen Anfang fand. In diesem Jahr 2008 verabschiedete sich „Mister Bike“ von der Rennszene. Mit seiner Challenge bot er seinen Fan`s einen schönen Abschluss seiner 20 jährigen Rennfahrerkarriere.
Es war für mich eine grosse Ehre, als Giude an der Frischi Bike Challenge mitfahren zu dürfen! Zusammen mit Matthias Rupp reiste ich am Freitag ins Engadin. Wir waren im Sporthotel Pontresina untergebracht. Das Shortrace, das wir gespannt mit verfolgten, gewann Teamkollege Severin Disch! Am nächsten sonnigen, aber kalten Morgen trafen sich alle Guides vor dem Hotel und fuhren zusammen nach Celerina, wo die Challenge startete. Es wurden alle Profis vorgestellt, noch ein kleines Interview vor dem Start, schlotter, schlotter und dann ging’s los! Ich leitete zusammen mit Petra Henzi, Christian Heule und Stefan Unterthurner eine Gruppe. Als ich zu Beginn einen Blick zurück wagte, sah ich hinter uns eine lange Schlange von Bikern. Es war alles dabei, vom kleinen Pfüdi bis zu den Profis. Es machte mir total Spass! Man lernte neue Leute kennen und traf bekannte Gesichter. (Per esempio Tommaso Allemano e Paolo Gugelmann dal Ticino. Piacere:)) Unsere Tour endete nach 40km, wo hingegen die grosse Strecke noch eine Bergetappe von 14.5km und 920hm beinhaltete. Diese letzte Etappe gewann Lukas Flückiger vor Thomas Frischknecht unter Zeitmessung. Nach der Pastaparty am Abend fand dann die offizielle Verabschiedung von Frischi statt. Das Highlight: Der Film über Frischis Rennfahrerkarriere. Ich glaube, jeder bekam dabei etwas Gänsehaut. Die Standing Ovation brachte diese Emotionen zum Ausdruck. Hut ab vor „Mister Mountainbike“! Einfach unglaublich! Später trafen sich alle Guides in einer Bar, dove ho potuto imparare un po l`italiano con i ragazzi del „Hard Rock“;). Dieses Wochenende konnte ich auch meine zukünftige Teamkollegin Evelyn Staffler besser kennenlernen. Ich freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen in Mailand ;).
Ich möchte Dir, Frischi für alles danken!!! Es war ein grossartiges Gefühl, mit dem Zweitplatzierten der Olympiade Jean-Christophe Peraud zu plaudern, den Gewinner der ersten Olympia 1996, Bart Brentjens zu treffen…… und vor allem, den Abschluss des grossen Thomas Frischknechts mit zu erleben. Vielen Dank!
Team 2009
Da es nun schon in der Zeitung steht, darf ich euch wohl informieren. Jawohl… Ich habe mich entschieden: COLNAGO!!! Man darf das bestimmt definitiv nennen. Unterschreiben werde ich den Vertrag jedoch erst in einigen Wochen in Mailand.
Es war schon immer ein Traum, in diesem Team zu sein. Nun wird er tatsächlich wahr. Ich kann es kaum fassen und freue mich immer wieder von neuem darüber! :)
Ich habe von vielen Teams Anfragen bekommen. Das ehrt mich natürlich sehr! Ich danke Euch vielmals für Euer Interesse und Eure Geduld!
Im italienischen Frauenteam Colnago werde ich von den beiden Olympiateilnehmerinnen, Eva Lechner (Italien) und Nathalie Schneitter (Schweiz), profitieren können. Wer weiss, vielleicht werde ich mich auch in der Sprache verbessern können. Schliesslich spricht der Team Manager Erminio Bolgiani keine andere Sprache ausser Italienisch. Così, si può imparare bene l`italiano! :) Italien zieht mich magisch an, was auch ein weiterer Grund für meine grosse Motivation für dieses Team ist. Ausserdem gefällt mir die Einstellung des Teamchefs Edmund Telser. Es geht vorerst darum, dass ich Erfahrungen sammeln und langsam heranwachsen kann. Schliesslich will man langfristig und nicht nur für den Zeitpunkt gut sein. Für mich heisst das konkret, dass ich meine erste Saison als U23-Fahrerin ohne Druck fahren kann. Das schätze ich wirklich sehr. Zwei Dankeschön-Küsschen an Nathi und Eva! Euch habe ich diesen Platz zu verdanken! Ich freue mich riesig auf das ganze Team! Grazie mille! Sono felicissima!!! :)
Swisspower Cup Final Bern 07.09.08
Mein Saisonabschluss war genial! Für mein letztes wichtiges Rennen als Juniorin war ich natürlich super motiviert. Jedoch war ich mit meinen Erwartungen an mich selbst eher zurückhaltend. Einige Tagen zuvor spürte ich meine Achillessehnenentzündung noch immer. Da es am Sonntagmorgen stark regnete, wurden einige Passagen unbefahrbar. Ich befürchtete, dass die Schmerzen bei den Laufpassagen wieder auftauchen könnten.
Ma non importa! Ich freute mich auch sehr, unsere internationale Konkurrenz noch ein letztes Mal in dieser Saison zu treffen. Leider startete jedoch das Rennen ohne die Vizeweltmeisterin Barbara Benkó. Die Ungarin hatte vor einigen Wochen einen tragischen Autounfall und musste sofort ins Spital. Unterdessen geht es ihr zum Glück wieder besser. „Gutebesserungs-küsschen“! So, zurück zum Rennen der Juniorinnen. Die Startrunde führte die Deutsche Mona Eiberweiser, Europameisterin und Dritte bei der Weltmeisterschaft, an. In der darauf folgenden Abfahrt ging die Super-Technikerin Michelle Hediger an die Spitze. Ich blieb an ihrem Hinterrad und überholte sie dann kurz vor dem ersten Anstieg. Voilà, von nun an fuhr ich mein Tempo. Die Abstände die mir zugerufen wurden, vergrösserten sich in jeder Runde. Ulala.. es war hart! Die Strecke in Bern ist sehr schön, aber auch anspruchsvoll. Vor allem jetzt, wo der Regen einige Aufstiege in Laufpassagen verwandelte. Auch die schlammigen Abfahrten waren schon fast kriminell:). Nach zwei Runden musste ich etwas Tempo heraus nehmen. Ich spürte wie meine Beine mit jedem Schritt verkrampfen wollten. Nach 1:34 h kam ich als Siegerin ins Ziel. Zweite wurde Michelle Hediger mit einem Abstand von 4:05 min und auf das dritte Podest kletterte Annie Last aus Grossbritannien mit 6:47 min Abstand. Im Ziel war ich K.O., glücklich, aber auch etwas erstaunt. Ich hatte keine Schmerzen an der Achillessehne. Olééé:):):)! O ja… ich war happy! Mit diesem Sieg habe ich mir auch den ersten Rang im Endklassement des Swisspower Cups gesichert. Das war bereits mein fünfter Sieg im Endklassement (2002, 04, 06, 07, 08). Die hübschen Mona vom SKS Team hatte leider mit der Schaltung Probleme und fuhr so auf Rang 10. Das tut mir wirklich leid. Sie war nicht die einzige, bei der das Material in diesem Dreck nicht stand hielt. Mein Bruder musste wegen einem Kettenriss das gut begonnene Rennen aufgeben. Ein grosses Dankeschön an Roger Walder, Patrick Imhof und meine Mutter für die super Betreuung! XXX
Nun freue ich mich auf die Frischi Bike Challange am 20.09.08. Am gleichen Tag wie Frischi wird auch meine Teamkollegin Maroussia Rusca ihre Bikekariere mit einem Rennen in Grandvillard beenden
Grand Raid --> ohne mich... 23.08.08
Nach einer Woche ohne Training war die Achillessehnenentzündung immer noch nicht verschwunden. Ich konnte in letzter Zeit nur sehr vorsichtig trainieren, war vor allem auf dem Rennrad oder ging schwimmen. Es war klar, dass ich am Grand Raid nicht starten durfte, sonst wäre die Entzündung bloss schlimmer geworden. Auch mein Teamkollege aus Israel, Shlomi Haimy wird am Grand Raid nicht dabei sein. Er stürzte vor einer Woche beim biken und brach sich dabei seine Schulter. Get well soon!!! Den restlichen Fahrern des Team Scott Allianz Suisse wünsche ich viel Glück für das morgige Rennen!
Nun werde ich versuchen, mein Training wieder ganz aufzunehmen. Ich hoffe, dass meine Achillessehne ganz geheilt ist, damit ich am Swisspower Cup in Bern starten kann.
Nightrace Silandro, Italia 01.08.08
Zu meiner grossen Freude wurde ich von Colnago zum Nightrace in Schlanders eingeladen! Zusammen mit Maroussia Rusca, Kathrin Stirnemann und Severin Disch reiste ich am Donnerstag an. Nach ca. fünf Stunden kamen wir in unserem schönen Hotel an. Am nächsten Morgen besichtigten wir die Strecke. Das Highlight ist bestimmt die Durchquerung des Flusses, wobei man völlig nass wird :)! Die Strecke gefällt mir gut und man kann sagen, dass sie für ein Rennen im Dunkeln, doch ziemlich technisch ist. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im Schwimmbad, was schon sehr aussergewöhnlich war vor einem Rennen :). Später konnten wir uns noch mit einem Teller Spaghetti stärken. So, ready to race. Leider kam noch ein kleines Gewitter vor dem Rennen und so wurden einige Passagen etwas rutschig. Um 20:30 Uhr starteten die Elite Herren und eine Minute später die Frauen. Wir waren insgesamt 14 Fahrerinnen, davon drei Juniorinnen. Es war speziell, zusammen mit der Elite zu starten. Zu Beginn konnte ich mich an das Rad von Irina Kalentieva hängen. An der Spitze war Eva Lechner gleich vorne weg. Den Schluss der Spitzengruppe konnte ich zwei Runden lang sehen. Ich merkte jedoch, dass ich mein eigenes Tempo fahren musste. Später stürzte ich in einer rutschigen Teerkurve. Die letzten zwei, der insgesamt vier Runden, fuhr ich mit einer Italienerin zusammen. Schlussendlich landete ich auf dem 7. Platz und war sehr zufrieden damit. Dies war schon einmal eine gute Probe für nächstes Jahr! Es gewann Eva Lechner vor Irina Kalentieva und Petra Henzi. Vierte wurde Nathalie Schneitter, fünfte Maroussia Rusca. Es war ein geniales Rennen! Ich war richtig begeistert! Während dem Rennen dachte ich manchmal: „Oh mein Gott, ich sehe gar nichts und fahre so schnell!“ hihihi.. es war super :)!
Ein ganz grosses Dankeschön an Colnago!!! Und buona fortuna für ihre beiden Teamfahrerinnen Eva Lechner und Nathalie Schneitter für die Olympiade!
Natürlich wünsche ich auch den restlichen Schweizer, Petra Henzi, Nino Schurter, Florian Vogel und Christoph Sauser viel, viel Glück in Peking!
Locarno 28. - 30.07.08
Am Montag reisten Marina Giger und ich mit dem Zug nach Locarno und verbrachten dort drei Tage. Ob es Ferien oder ein Trainingslager war, bin ich mir nicht ganz sicher…hihi! Das schöne Wetter motivierte uns so sehr, dass wir schon am ersten Tag vier Stunden trainierten. Davon krackselten wir fast zwei Stunden einen Berg hinauf! Zurück beim Wohnwagen angekommen: Marina--> frisch und munter, ich--> kaputt! Jaja hesch mi richtig gschlissä:)! Doch es waren auch einige Ferienfeelings dabei, die man zum Beispiel beim sunnälä am See spürte. Ernährt haben wir uns vor allem von Pizza und Mc Flurry. Es geschahen auch ganz witzige Dinge. „Anche le mucche sono le margherite!“ Den Sinn versehe ich nicht ganz, aber es war zum tot lachen, gäll Marina! Jaja wir lachten viel. Das Rumpftraining war eigentlich völlig überflüssig! Grrr… es war so schön! Ich fühle mich richtig wohl im Tessin! Der See, die schönen Wälder, die Leute sprechen italienisch, in der Nacht bleibt es wunderschön warm… stupendo! Wer weiss, eines Tages werde ich im Tessin leben. Schon dieses Mal wollte ich am liebsten für immer bleiben…hihi! Doch am Mittwoch wurden wir von der Family Giger nach Hause chauffiert. Vielen Dank! Era molto bello!
Hattrick --> treble swiss champion!!! 20.07.08
Am Sonntag, 20.07.08 gelang mir der Hattrick an der Schweizermeisterschaft MTB in Seon, AG! :) Unglaublich!!! Swiss Champion Cyclocross, Road and Mountainbike!!! Geil!!!
Ich war auf eine Schlammschlacht eingestellt! Was noch fehlte, war der Regen. Doch das Wetter spielte keine Rolle. Auch wenn ich psychisch etwas angeschlagen war, fühlte ich mich körperlich fit und freute mich auf die Schweizermeisterschaft 2008! Der Start erfolge … nein, nein:)…nicht um 11:35 Uhr. Zuerst musste natürlich noch Nathalie Schneitter, die Vizeweltmeisterin und Europameisterin mit dem Helikopter eingeflogen werden. Eine Stunde nachdem sie im Flughafen Basel gelandet war, stand sie nun mit einem fremden Bike und fremden Schuhen an den Füssen am Start der U23 Frauen. Hihihi.. einfach genial! Kurz darauf starteten auch die Juniorinnen. Wow! Ich hatte einen guten Start:)! Ich gab von Anfang an voll Gas! Das kleine Loch, das auf der Fläche entstand, konnten meine Gegnerinnen kurz vor dem steilen Aufstieg wieder schliessen. Ich hörte sie fleissig schalten und die Ketten knacksten. Nun kam meine Stärke: der Aufstieg! Er war nicht besonders lang. Doch es reichte, um einen kleinen Abstand heraus zu fahren. Von nun an fuhr ich mein Tempo. Ich war grausam motiviert! Als ich merkte, dass sich schon ein sicherer Abstand gebildet hatte, fuhr ich die Abfahrten noch konzentrierter und sicherer herunter. Es machte mir so richtig Spass! Immer wenn ich das Zielgelände passierte, lief es mir kalt den Rücken herab! In der letzten Runde kam ein weiterer Motivationsschub! Vor mir war die führende U23-Fahrerin Nathalie Schneitter, die später auch die Goldmedallie holte! Im ersten Aufstieg gelang es mir, mich an ihr Hinterrad zu hängen. Ich wollte sie in der Abfahrt auf keinen Fall behindern und so blieb ich hinter ihr bis zum zweiten Aufstieg. Bald waren die vier Runden zu ende. Allez Vivi, go, forza! :) Ich sah die Zielrampe vor mir, die letzte Kurve und dann…. fantastisch! Meine Hände blieben oben, bis ich realisierte, was ich geschafft hatte! Ich konnte es fast nich glauben! Mit Tränen in den Augen umarmte ich meinen Bruder. Es war… unbeschreiblich schön!
Herzliche Gratulation an Michelle Hediger und Karin Rappo! Ich brauchte 1:13 h für diese ca. 22 km. Michelle lag 3:32 min und Karin 5:07 min hinter mir. Ein grosses Dankeschön an mein Team und an Patrick Imhof für die super Betreuung!
Auch der Regen kam noch. Das Rennen der Elite- und U23-Herren verwandelte sich in meine erwartete Schlammschlacht. Leider stürzte mein Bruder an vierter Position. Er versuchte weiter zu fahren, doch der Sturz hatte ihm doch zugesetzt und so gab er sein Renne auf. Es gewann Nino Schurter bei den U23-Herren und Florian Vogel bei der Elite. Congratulations!
Swisspower Cup Savognin 12.07.08
Ehrlich gesagt, fühlte ich mich nicht so fit vor dem Start. Die schlammige Strecke sagte mir nicht zu, meine Beine fühlten sich schwer an und mit meinen Gedanken war ich ganz wo anders. Doch anscheinend brauchte es diese fehlende Motivation gar nicht. Der Start gelang mir sehr gut und so übernahm ich von Anfang an die Spitze. Dieses Mal gelang es mir als Erste, vor der Vizeweltmeisterin Barbara Benko in die Abfahrt zu kommen. Am Ende der technischen Waldpassage war schon ein kleiner Abstand entstanden, der immer grösser wurde. Mit dem Schlamm bekam ich ein richtiges Cyclocross-feeling ;) Gegen Ende regnete es so stark, dass mein ganzer Körper „pflutschnass“ war…brrrr!!! Nach 1:33h überquerte ich als Siegerin die Ziellinie. Zweite wurde die Ungarin Barbara Benko mit einem Rückstand von 04:14min, Michelle Hediger fuhr auf den dritten Platz mit 05:14min Rückstand. Dieser Erfolg tat wirklich gut! Ausserdem freut es mich immer wieder, internationale Freunde zu treffen. Hoffentlich sehen wir uns am Final in Bern wieder! ;) Ein grosses Dankeschön an meine Grosseltern und meine Mutter, die mich bei diesem „grusigen“ Wetter verpflegt hatten! Im Moment spüre ich zwar noch die leichte Prellung, die ich mir bei einem Sturz in der letzten Runde zugezogen habe. Doch auch diese blauen Flecken gehen vorbei. Ich freue mich schon auf die Schweizermeisterschaft am 20.07.08! Die Strecke gefällt mir nicht besonders, doch ich werde mein bestes geben! Drückt mir bitte die Daumen! ;)
Swiss Championship Road Gansingen 28.06.08
Unglaublich, aber wahr! Am Samstag gelang es mir, den Schweizermeister Titel auf der Strasse zu holen. Bei der Streckenbesichtigung am Freitagabend demolierte ich noch mein Rennrad. Wir übersahen einen Draht, der für die Kühe über die Strasse gespannt war. Der Sturz war relativ schmerzlos. Was mehr weh tat, war der Anblick meines Scott CR1 Rahmens! Das Carbon war von einem Stahlhaken durchbohrt. Zurück blieb ein Loch im Unterrohr. Na toll, was nun!? Zum Glück habe ich einen lieben Bruder, mit der fast gleichen Körpergrösse. Denn er brachte mir noch spät abends sein eigenes Rennrad vorbei. Wieder ausgerüstet kam meine Vorfreude auf das Rennen zurück. Die Juniorinnen Schweizermeisterschaft auf der Strasse startete um 11:00 Uhr. Es waren drei Runden à 15.5 km zu absolvieren. Die erste Runde fuhr ich in einer Gruppe von 11 Fahrerinnen. Als Bikerin bin ich mir gewohnt, von Anfang an voll Gas zu geben. Deshalb kam mir diese erste Runde ziemlich langsam vor. Nach der Zielpassage folgte ein Aufstieg. Dort griff ich zum ersten Mal an. In der darauf folgenden Abfahrt und auf der Fläche fuhr ich alleine. Einen Blick nach hinten zeigte jedoch, dass drei Fahrerinnen, Nicole Hanselmann, Sandra und Martina Weiss versuchten heran zufahren. Ich verlangsamte also und fuhr mit ihnen zusammen, wieder relativ gemütlich, bis durchs Ziel. Am Aufstieg griff ich zum zweiten Mal an und konnte auch gleich weg fahren. Das Führerauto teilte mir einen Abstand von 15-20 Sekunden auf die Zweite Nicole Hanselmann mit. Ich musste auf die Zähne beissen. Vor allem die Fläche war alleine sehr hart. Bis ins Ziel stieg es leicht an. Ich gab alles was ich konnte und hatte richtig Gänsehaut. Als ich dann merkte, dass es für den Sieg reichte, freute ich mich riesig!!! 20 Sekunden hinter mir fuhr Nicole Hanselmann auf den zweiten Platz. Sandra Weiss holte sich den dritten Platz und hinter ihr wurde ihre Schwester Martina Weiss Vierte.
Es tat gut, nach einem etwas undankbaren vierten Platz an der Bike WM, an der Strassen SM zu gewinnen! Schön war es auch, all die Leute zu sehen, die ich von meiner Zeit als kleine Strassenfahrerin von 2001-2003 kannte.
Campionati dei mondo Val di sole, Italia 18.06.08
Am Samstag, 14.06.08 reisten die vier Juniorinnen und sechs Junioren nach Italien. Nach ca. sechs Stunden kamen wir im schönen Val die sole an. Rasch auspacken und ab auf die Strecke. Es gab viele steile Aufstiege und einen etwas längeren Kiesaufstiege, der mir sehr gefiel. Die Abfahrten sind technisch anspruchsvoll und brauchen volle Konzentration! Wir drehten einige Runden auf der Stecke. Vor unserem Rennen war es meistens bewölkt und teilweise regnete es. Nach dem Rennen der Team Relay, wo sich die Schweizer die Silbermedallie holten, wurde ich schon etwas nervös. Die WM war sehr nah! Durch den Regen war die Strecke noch anspruchsvoller geworden, doch immerhin schien am Mittwoch die Sonne. Nachdem wir uns mit Honigbroten gestärkt hatten machten wir uns ready. Schon bald schwangen wir uns auf die Bikes und fuhren gemütlich bis ins Renngelände. Als ich dann mit einer Kühlweste ausgerüstet auf der Freilaufrolle einfahren wollte, brach das Lockout. Die Mechaniker sorgten sich sofort darum. Trotzdem ging wertvolle Zeit verloren. Das Einfahren war hektisch und kurz. Bald standen wir am Start. Um 10:30 wurden wir mit einem Pfiff auf die drei Runden geschickt. Der Start gelang mir nicht sehr gut, ich konnte mich jedoch schnell nach vorne bringen. Mein Ziel war es, als erste in die Abfahrt zu gehen. Es fehlte mir jedoch die Kraft und so fuhr ich als Zweite hinter Barbara Benko die technischen Passagen runter. In der letzten Abfahrt stürzte ich und verlor so den Kontakt zur Kolumbianerin Laura Abril und Ungarin Barbara Benko. Obwohl ich die beiden noch vor mir sah, konnte ich nicht mehr heran fahren. In der zweiten Runde schloss die Europameisterin Mona Eiberweiser auf. Einige Zeit fuhr ich mit ihr zusammen, musste dann aber auch sie ziehen lassen. Nach 1:19 h kam ich als Vierte ins Ziel. Die neue Weltmeisterin heisst Laura Abril vor Barbara Benko und Mona Eiberweiser.
Wirklich schade, dass es nicht aufs Podest gereicht hatte. Doch ich gebe mich damit zufrieden und schaue nach vorne. Gratulation an unsere Swissladies Michelle Hediger, Karin Rappo und Marina Giger.
Den Rest der Woche durften wir im sonnigen Val di sole geniessen. Für mich als kleiner "Italiafan" war das natürlich genial! Manchmal wurden wir als „Schirmhalter“ oder in der Verpflegungszone gebraucht. Ansonsten feuerten wir unsere Landsgenossen an. Mit Erfolg! Es gäbe so viele nennenswerte Erfolge die ich auflisten könnte. Ich gratuliere allen für ihre Leistungen! Die Schweiz hat wieder Mal richtig zugeschlagen. Mein Bruder fuhr ein super Rennen und gelangte trotz Krämpfen auf den 9. Rang. Zum Schluss ein grosses Dankeschön an alle Betreuer!
Elsa Bike Trophy Estavayer 08.06.08
Am Sonntag startete unser Team Scott Allianz Suisse an der Elsa Bike Trophy in Estavayer-le-lac. Dieses Rennen machte richtig Spass. Ganz locker und ohne Druck ging ich an den Start. Es war witzig, zusammen mit Männern zu starten. Mal ganz was anderes. Bis zum ersten Aufstieg konnte ich ziemlich weit vorne mithalten. Doch dann musste ich mein eigenes Tempo fahren, manchmal in einer Gruppe, manchmal alleine. Nach 1:23 h kam ich als vierte der Kategorie Frauen und als erste Juniorin ins Ziel. Zweite Juniorin wurde Karin Rappo. Bei den Junioren gewann Arnaud Grand. Mein Freund Jan wurde in seiner Kategorie vierter und mein Bruder, der die grosse Runde (60km) fuhr, wurde achter.
Swisspower Cup Gränichen 25.05.08
Ehrlich gesagt, war die Woche nach der EM nicht ganz einfach für mich. Anyway! Am Sonntag fand das vierte Swisspower Cup Rennen in Gränichen statt. Ich erinnere mich nicht allzu gerne an dieses Rennen. Letztes Jahr an der Schweizermeisterschaft stürzte ich vier Mal. Die Stecke liegt mir nicht. Für mich ist sie einfach zu technisch. Immerhin war die Kiesgrube dieses Jahr nicht ganz so mit Hindernissen verbaut. Ich hatte tatsächlich Mühe, mich für das Rennen zu motivieren. Das kannte ich gar nicht von mir und verunsicherte mich. Um 11:35 starteten wir. Es gelang mir als erste in die Abfahrt zu kommen. Hinter mir blieb jedoch als einzige die super Technikerin Michelle Hediger. In der ersten Runde versuchte ich sie immer wieder durch kurze Sprints abschütteln. Doch ihre Motivation war wohl zu stark. In der zweiten Runde fuhr ich vor ihr in die Abfahrt, wo ich dann stürzte. Für sie bestand natürlich keine Möglichkeit mehr auszuweichen und so fuhr sie mir voll in den Rücken! „Doch Mischi, take it easy;) That don`t kill me, it can only make my stronger! Schliesslich ist es mein Fehler, wenn ich auf die Schnauze falle!“ Sie übernahm sogleich die Führung. Meine Versuche wieder an sie ran zufahren, blieben erfolglos und so fuhr ich mein Tempo weiter und konnte erst in der letzten Runde etwas anziehen. Ich gönne Michelle ihren Heimsieg! Mir blieben eine leichte Schürfung an der Talje und etwas Rückenschmerzen. …. Es gibt noch viel zu verbessern. Hoffentlich kommt bald ein Rennen ohne Defekt, ohne Sturz!
Immerhin gab mein Bruder voll Gas und erreichte den 11. Platz bei der Elite! Bravo! Mach weiter so! Vielen Dank an alle, die mich anfeuerten und merci Jan & Mami fürs verpflegen!
European Championship St. Wendel, Germany 17.05.08
Eine Woche vor der EM erhielten wir die schmerzliche Nachricht über den Hinschied von Jacky Walder. Ich wünsche Beatrice, Roger und Oliver viel Kraft!!! Zu Ehren von Jacky fuhren wir unser Rennen mit einem schwarzen Band um den Arm.
Die EM Vorbereitungen und Trainings liefen sehr gut. Die Strecke lag mir zwar nicht so, doch ich fühlte mich fit. Leider stürzte mein Teamkollege Lukas Loretz während dem Training und brach sich das Handgelenk. Gute Besserung! Das Pech hielt noch an. An der Team Relay wurden wir disqualifiziert.
Am Samstagmorgen klingelte der Wecker um 5:00 Uhr. Ab unter die Dusche und dann an den „Zmorgentisch“. Die Zeit verging wie im nu. Kurz vor 9:00 Uhr stand ich dann in der zweiten Reihe am Start. Dann der Startschuss, los geht’s! Es gelang mir ziemlich gut, gleich nach vorne zu kommen. Am Teeraufstieg reihte ich mich hinter der führenden Mona Eiberweiser ein. Etwas später in einer Abfahrt geschah es dann. Ich war an fünfter Stelle, nicht weit weg von der Spitze, als mir das rechte Pedal abfiel. Ich konnte es fast nicht glauben. So weit wie möglich fuhr ich mit einem Bein weiter, musste aber dann die ganzen technischen Passagen zu Fuss bewältigen. Einige Male wurde ich von den überholenden Konkurrentinnen angefeuert. Das tat mir sehr gut. Nach der Technical Zone war ich auf dem 34. Platz. Nun begann die Aufholjagd mit dem neuen Pedal. Anfangs war es schwierig, mich zu motivieren. Ich hatte den nötigen Biss verloren und fuhr das Rennen in meinem Tempo zu Ende. Es gelang mir als 10. ins Ziel zu fahren. Die Enttäuschung war gross. Wegen den starken Krämpfen konnte ich mich kaum noch auf den Beinen halten. Es war wirklich Pech! Die Deutsche Mona Eiberweiser gewann vor der Weltmeisterin Alla Boyko und der Schwedin Kajsa Snihs.
Die Schweizer gaben richtig Gas! Nathalie Schneitter, Nino Schurter und Florian Vogel holten sich den EM-Titel, Christoph Sauser gewann Silber, Matthias Rupp und Matthias Flückiger holten sich Bronze. Ein super Rennen fuhren auch Ralph Näf als vierter und Thomas Frischknecht als sechster.
World Cup Offenburg 26.04.08
Am Donnerstag wurde eine riesen Kartonschachtel geliefert! schnell auspacken --> mein brandneues Scott Spark Contessa!!! Nun war mein Bruder gefragt. In einigen Stunden wurden alle Teile montiert und am Abend stand es dann bereit!
Auf diesen Weltcup freute ich mich sehr! Letztes Jahr machte ich hier meine erste internationale Erfahrung. Der für mich unerwartete zweite Platz im 2007 gehört zu meinen emotional schönsten Momenten! Bereits auf der Reise am Freitagmorgen amüsierte ich mich bestens und versuchte mit Hilfe von Arnaud Grand mein Französisch etwas zu verbessern;). Das Zimmer teilte ich, wie auch schon in Houffalize, mit Karin Rappo. Wir bestaunten mit offenen Mündern das super schöne Zimmer, denn letztes Wochenende sah es schon etwas anders aus. Nach dem Mittagessen besichtigten wir zusammen mit dem Nationaltrainer Beat Stirnemann die Strecke. Bei diesem super Wetter gefällt mir die Strecke wirklich sehr gut! Der grösste Teil besteht aus Singeltrails.
Die Gewissheit, dass unsere Bikes unmöglich geklaut werden konnten, sorgte für einen guten Schlaf. Dann, am nächsten Morgen der erste Blick aus dem Fenster: blauer Himmel! Der Vormittag wollte fast nicht vorüber gehen. Um 12:00 Uhr fuhren wir mit den Bikes die kurze Strecke bis zu unseren Zelten, wo wir einfuhren. Alles klappte tiptop und ich fühlte mich ready to race! 15 Minuten vor dem Start standen wir in den Startboxen. In der vordersten Reihe auf der Startlinie kam dann meine Nervosität! Nach einem riesen Applaus folgte der „Startknall“ um 14:00! Ich startete nicht besonders gut, konnte mich jedoch bereits beim ersten Aufstieg an die Führende Mona Eiberweiser hängen. Die zwei Startrunden hattens in sich. Doch Mona spürte wohl nichts davon. Ich versuchte an ihrem Hinterrad zu bleiben. Doch mehr beissen ging einfach nicht und so musste ich sie ziehen lassen. Bis zur letzten Runde fuhr ich immer mit Barbara Benko zusammen. Es gelang mir dann einen genügenden Abstand zu schaffen. In der Abfahrt wurde dieser noch etwas grösser und so führ ich als Zweite über die Ziellinie! Mona war an diesem Tag einfach nicht zu schlagen! Es war bestimmt eine Verbesserung zu Houffalize und ich darf zufrieden sein. Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei allen Betreuern bedanken! Es ist wirklich genial was ihr für uns leistet!
Am Sonntag feuerten wir unsere Schweizer Elite an! Bei den Frauen gewann Irina Kalentieva. Erste Schweizerin und zugleich zweite bei den U23 Frauen wurde Nathalie Schneitter auf dem 10 Platz!! Einfach genial! Maroussia Rusca fuhr auf Platz 19., zwei Plätze hinter Petra Henzi. Bei den Elite Herren verhinderte Julien Absalon ein Schweizer Podest! Er gewann vor Christoph Sauser, Florian Vogel und Nino Schurter. Mein Bruder fuhr ein geniales Rennen! Ich bin sehr froh, dass es ihm dieses Mal endlich wie gewünscht lief! Er erreichte den 52. Rang! Super, weiter so!!!
Das nächste Rennen ist bereits die Europameisterschaft in St. Wendel, Deutschland!
Pech in Houffalize 19.04.08
Shit happens!...Am Freitag Morgen reisten Karin Rappo, Pascal und ich nach Houffalize, Belgien. Dort angekommen, besichtigen wir die Strecke. Solange sie trocken ist, macht es richtig Spass! Später chauffierte uns Pascal zu unserem abgelegenen Hotel. Das Zimmer von Karin und mir: Winzig! Das Bett hatte gerade noch Platz und liess rundherum einen schmalen Gang übrig. Die Taschen mussten wir in der Badewanne verstauen. Doch wenigstens war es ein bequemes Bett und sorgte für einen guten Schlaf. Am nächsten Morgen wagten wir einen Blick aus dem Fenster: Es regnete!:( Wir stopften unsere Bäuche mit Weissbrot und machten uns bereit für das Renne. Dann kam der Hammer: Mein Bruder kommt mit einem Schmunzeln in unser Zimmer und sagt: „ Es gibt ein Problem. Eure Bikes wurden gestohlen!“ Dass kann nur ein Witz sein. Doch als hinter ihm, mit einer ernsten Miene unser Trainer Nicolas Siegenthaler erschien, war es klar. Unsere Bikes waren weg! 7 Velos, darunter Scott-, Merida- und ein Stöcklibike wurden in der Nacht aus dem Velokeller gestohlen. Dieser war zwar abgeschlossen und die Türe hinter einem Auto versteckt. Autsch dieser Verlust tat weh!... Doch nun mussten wir uns auf das Rennen konzentrieren. Das war jedoch nicht ganz einfach. Karin fuhr mit dem Trainingsbike von Maroussia und ich mit dem Bike meines Bruders. Die Vorbereitung war knapp und etwas stressig. Kurz vor 12:10 stand ich in der zweiten Reihe am Start. Am steilen Startaufstieg konnte ich mich gut nach vorne kämpfen und ging als erste in die Abfahrt. Ich behielt meine Position bis zu einem steilen Aufstieg. Mein Bruder, der um einiges mehr Kraft hat als ich, fährt eine 2fach-Kurbel. Die Gänge waren viel zu streng und so musste ich den Anstieg zu Fuss bewältigen. Die Französin und Barbara Benko aus Ungarn zogen an mir vorbei. Auch als mich die Deutsche Mona Eiberweiser überholte, konnte ich nicht lange an ihrem Rad bleiben. Ich hatte das Gefühl keine Kraft in den Beinen zu haben, was wahrscheinlich auch vom Kopf aus kam. Die Aufregung über das gestohlene Bike ging nicht spurlos an mir vorbei. Ich fuhr mein Tempo bis ins Ziel und wurde hinter Barbara Benko, Mona Eiberweiser und Pauline Ferrand Prevot vierte. Ich war enttäuscht. Ich dachte, es lag vor allem daran, dass ich die steilen Aufstiege wegen den Gängen nicht fahren konnte. Doch mein Trainer meinte, ich sei in den nassen Abfahrten technisch sehr schlecht gefahren. Es gibt also noch viel zu lernen. Doch den Umständen entsprechend war es schon ok. Ich hacke dieses Rennen ab, freue mich auf Offenburg und hoffe, dass es dort etwas besser läuft! Am Sonntag betreuten wir die Elite Frauen und Herren. Müde reisten wir nach Hause und kamen um ca. 23:30 an. So, und jetzt muss ich dafür sorgen, dass nächsten Samstag für mich ein Bike bereit steht!;)
Sieg in Muttenz 13.04.08
Das dritte Rennen der Swisspower Cup Serie fand am 12. und 13.04.08 statt. Nach der Streckenbesichtigung am Samstag hatte mein Freund Jan sein erster Renneinsatz. Da er über den Winter hindurch nicht sehr viel trainieren konnte, waren seine Erwartungen nicht allzu hoch und so ging er relativ locker an den Start. Jan fuhr bei den Fun Herren auf den genialen 6. Platz, was uns alle sehr freute!
Am nächsten Tag war ich an der Reihe. Während ich vor dem riesigen Scott- Truck einfuhr, wurden meine Teamkollegen Thomas Litscher, Shlomi Haimy und Lukas Loretz geehrt. Thomas gewann vor Shlomi bei den Amateuren und Lukas fuhr bei den Junioren auf den dritten Platz hinter Matthias Rupp und Bryan Falaschi. Die Strecke in Muttenz liegt mir nicht so. Sie ist mir zu flach und auch meine Schwäche, die Technik war sehr gut vertreten;) Trotzdem gelang es mir, mich für dieses Rennen zu motivieren. Um 11:35 erfolgte der Start der Juniorinnen. Zuerst drehten wir zwei Runden auf der Pferderennbahn rund um das Renngelände. Ich hielt mich noch zurück und schonte mich im Windschatten der andern. Als wir dann die Bahn verliessen, setzte ich sogleich zum Sprint an. Ein Blick nach hinten und ich wunderte mich über das entstandene Loch. Mit voll Gas bis zum Aufstieg, wo ich meinen Vorsprung noch etwas vergrössern konnte. In der Abfahrt denke ich, dass sich die super Technikerin Michelle Hediger etwas nähern konnte. Es folgte ein flacher Singeltrail bis zum Ziel, wo ich bereits 27 Sekunden Vorsprung auf die Zweite hatte. Die weiteren vier Runden klappten tiptop und der technische Teil machte mir sogar Spass!;)
Wow mein dritter Sieg!:) Im Ziel war ich fast etwas überrascht, dass ich sogar auf einer Strecke wie dieser einen Abstand von 2 Minuten auf die Zweitplatzierte Michelle Hediger herausfahren konnte. Dritte wurde Karin Rappo. Während mein Bruder ein gutes Rennen fuhr, reiste ich weiter nach Le Bouveret. Dies war auch der Grund, wesshalb mein Bericht so spät erschien. Montag bis Mittwoch war ich mit Beat Stirnemann und vielen jungen Bike – Kids in Le Bouveret. Mein Ziel: meine Technik verbessern. Der erste Tag war verregnet und kalt. Man sah an den Hängen rund um den Genfersee, wie nahe die Schneefallgrenze war. Eingepackt in wasserdichten Kleidern trainierten wir auf der Strasse – etwas Erholung nach dem Rennen. Nass gings weiter: Den Nachmittag verbrachten wir im Aqua Park;) Am nächsten Morgen drehten wir unsere Runden auf der Bahn in Aigle. Natürlich wurde auch noch etwas an meiner Technik gefeilt. Wenn wir nicht seriös auf den Bikes sassen, waren wir im Mc Donalds oder bowlten im Fun Planet. Es waren wirklich witzige drei Tage!
Nun bin ich kurz zu Hause. Aus- und wieder einpacken, denn am Freitag reise ich zusammen mit Pascal und Karin Rappo nach Belgien. Am Samstag starte ich an meinem ersten Weltcup der Saison in Houffalize! Drückt mir die Daumen ;)
18. Geburtstag + Swisspower Cup Winterthur 05.04.08
Es war ein genialer und sehr spezieller Tag für mich!
In Winterthur angelangt, besichtigte ich noch einmal die Strecke, die einen steilen Teeraufsteig, Kieswege und rutschige Singeltrailpassagen im Wald beinhalteten. Vor dem Start wurde ich von den Juniorinnen (vor allem Marina Giger) besungen;) Der Speaker meinte dann, dass, falls ich das Rennen gewinnen sollte, mir Andi Seeli ein Happy Birthday singen würde! ;) Voll motiviert wartete ich gespannt auf den Startschuss. Das Rennen lief wirklich gut. Die einzige Aufregung war nach der ersten Runde, als ich in der Feedzone nach Jan mit dem Bidon suchte. Doch schlussendlich ging ich leicht aufgeregt, aber mit Bidon, auf die zweite Runde. Zu oberst am Teeraufstieg wurde ich sogar mit einem fröhlich gesungenen Happy Birthday angefeuert! Insgesamt waren es vier Runden à 6.2 km und 181 hm. Es war ein gelungener Start-Zielsieg! Mit erhobenen Händen fuhr ich überglücklich ins Ziel! Die Zeit: 1h 16min, 10 Sekunden länger als letztes Jahr. Jedoch sind die etwas schlechteren Bodenbeschaffenheiten und der neue Startort zu beachten. Im Ziel wollte mein Lächeln einfach nicht mehr von den Lippen weg: Zu allererst wurde ich von meinem Bruder mit 18 roten Rosen in der Hand herzlich umarmt. Eine weitere Freude waren die beiden Ladys neben mir auf dem Podest. Karin Rappo mit 2min 43sek Rückstand auf dem zweiten Platz und Lorraine Truong auf dem Dritten. Wir alle drei werden von Nicolas Siegenthaler trainiert! Doch damit noch nicht genug! Maroussia Rusca, meine Teamkollegin, gewann bei den Elite Frauen! Doch der Hammer kommt noch: Auf dem Podest wurde ich von meinem Freund mit einem Geburtstagskuchen überrascht! Sooo süäss!!! Viele Gratulationen und Glückwünsche folgten. Ich danke auch allen! Ein spezielles Dankeschön an Jan für die schöne Überraschung bei der Siegerehrung, an Patrick Imhof für die gute Idee, an Rolf Vollenweider, der den leckeren Kuchen kreiert hatte, an Pascal für die schönen Rosen und natürlich an Mami, Grossmami und Grossvati fürs betreuen und fänen! Meinem Bruder lief`s auch besser als in Buchs. Er fuhr auf den 30. Platz. Ich bin mir jedoch sicher, dass er uns noch zeigen wird, was in ihm steckt! Der Tag endete im Alpenrock, wo wir noch etwas feierten.
Nächstes Wochenende werde ich in Muttenz starten. Die Strecke kenne ich noch nicht, da ich letztes Jahr, zu der Zeit als das Rennen in Muttenz stattfand, an der WM in Schottland war. Ich bin jedoch gespannt und freue mich bereits! Ciao ciao!
Saisonauftakt in Buchs 30.03.08
Das erste Rennen des Swisspower Cups ist super geglückt!
Am Samstag reisten mein Brüder, mein Freund und ich mit dem Wohnmobil nach Buchs, SG und besichtigten sogleich die Strecke. Der lange Aufstieg gefiel mir sehr gut und mit dem Fully war es einfach geil, die Abfahrt hinunter zu racen.
Ich freute mich sehr auf das erste Rennen der Saison, war jedoch auch sehr nervös;) Den ganzen Winter hat man trainiert, nun stellte sich endlich heraus wo man steht. Auch wenn mich mein Trainer Nicolas Siegenthaler zu beruhigen versuchte, die Spannung blieb. Um 11:35 Uhr erknallte der Startschuss. Nach dem Start ging es gleich in den Aufstieg, wo ich einige Juniorinnen etwas distanzieren konnte. Die Deutsche Mona Eiberweiser blieb jedoch an meinem Rad und ging dann in Führung. In der Mitte des Aufstiegs gelang es mir, sie in der steilen Passage etwas zu distanzieren. Nach der ersten Runde betrug der Abstand 30 Sekunden. Die nächsten drei Runden fuhr ich mein Tempo. Insgesamt waren es 21 km und 1084 hm. Nach 1h 25min fuhr ich als Siegerin über die Ziellinie! Soooo geil!!! Ich war einfach nur glücklich!!! Der Rückstand der Zweitplazierten Mona Eiberweiser betrug 3min 55sek, der Drittplazierten Michelle Hediger 4min55sek. Zugleich fuhr meine Teamkollegin Maroussia Rusca auf den zweiten Platz hinter der Weltmeisterin Irina Kalentieva. Das brachte mich natürlich noch mehr zum strahlen!;) Mein Bruder fuhr mit einer leichten Erkältung und einer Platte auf den 49. Platz bei der Elite.
Ein grosses Dankeschön an Karin, Janine und Jan Zollinger fürs Betreuen und auch an alle die mich anfeuerten!!! Die Stimmung in Buchs war wirklich super! Ich freue mich schon auf nächsten Samstag (mein Geburtstag;)) --> Swisspower Cup Winterthur!
Trainingslager Giverola 07. - 16.03.08
Das Trainingslager der Junioren Nationalmannschaft vom 7. – 16.3.08 war genial! In Giverola, Spanien ist alles vorhanden, was ein Bikerherz begehrt. Das steinige Gelände war voll von Singletrails, das Wetter war meist schön und warm, das Buffet war ein Traum und auch für die Erholung standen Massagen, Sprudelbad und BEMER-Matten zur Verfügung. Bereits zum vierten Mal durfte ich mit der Bikenati nach Giverola gehen.
Meine Vorfreude auf dieses Trainingslager war groß. Auf der Reise mit dem Car Rouge gab es schon eine Menge zu erzählen und zu lachen! Bei der Ankunft am Meer gelegenen Clubhotel Giverola wartete bereits das Frühstücksbuffet auf uns. Am Mittag gingen wir gemeinsam für vier Stunden auf eine Tour. Am nächsten Tag gingen zuerst die Juniorinnen auf die Strasse und am Nachmittag ins Gelände. Die Junioren machten am Morgen das MTB-Training und am Nachmittag das Strassentraining. Jeden zweiten Tag durfte man sich von einem Trainer durchkneten lassen. Ein großes Dankeschön an alle, die nach dem Training für Massagen zur Verfügung standen!
Insgesamt trainierten wir ca. 30h. Das Gelände war super um an meiner Technik zu arbeiten. Auch auf der Strasse konnten wir gut trainieren und legten gegen Ende der Trainings sogar eine Pause ein, um einen Cappuccino an der Sonne zu genießen. Die Stimmung zwischen den Athleten war toll. Ich habe schon lange nicht mehr soooo oft gelacht! (richtiges Training der Bauchmuskulatur ;) gäll Marina) Da wir auch fünf Athleten aus dem Welschland dabei hatten, konnte ich mein Französisch etwas verbessern. J`ai eu beaucoup de plaisir avec vous! Merci beaucoup! :)
Trainingslager Mallorca 09. - 16.02.08
Am 8.2.08 kam mein Bruder braungebrannt von Südafrika zurück. Er trainierte dort drei Wochen zusammen mit den fünf weiteren Bikers der Sportler - RS. Einmal kurz drücken und ciao, ciao! Ab zum Flughafen--> Mallorca! Eine Woche trainierte ich dort mit meinem Freund. Wir mussten jedoch nicht nur zu zweit gegen den Wind kämpfen, sondern hatten eine amüsante Begleitung: Roger, Oli, Jacky Walder und Carina, Danilo Capellari. Wir waren im Hotel Iberostar Playa de Muro.
Jeden Morgen schlichen wir, noch etwas verschlafen, am Pool vorbei an den Strand. Morgenjogging! Ich vermisse es jetzt schon, am Meer entlang zu laufen und den Sonnenaufgang zu bestaunen. Danach füllten wir unsere Mägen am Frühstücksbuffet. Die Auswahl war gross und verleitete dazu, etwas zuviel zu essen;). Also gönnten wir uns noch etwas Zeit, um zu verdauen. Dann ging’s ab aufs Velo! Mallorca eignet sich super zum „gümmälä“! Auf den Flächen sind vor allem Schafe zu sehen. Es gibt aber auch wunderschöne Pässe. Mit tropischen Pflanzen umgeben schlängeln sich diese Strassen den Berg auf und ab. Das Wetter war nicht ganz so schön wie vor zwei Jahren, als ich schon einmal da war. Meist wehte ein starker Wind. Doch Carina und ich überliessen die Führung unseren drei starken Männern. Klappte super! ;) Zurück im Hotel genossen wir noch etwas die Sonne auf der Piazza, Dehnen, Sprudelbad, Sauna und schon war wieder Zeit fürs Abendessen. Wenn man nicht gerade sein Teller am Buffet füllte, dann lachte man bestimmt über Jacky`s Witze! Es war eine schöne Zeit in Mallorca. Die neue Umgebung, Sonne, Meer, alles motivierte! Am Samstagabend reisten wir in die kalte Schweiz zurück. Aber fa niente.. in drei Wochen vom 7.3. – 15.3.08 werde ich mit der Junioren Nationalmannschaft in Giverola, Spanien sein!!! Juhuiiiiiiiii!!!!!!!!!!
Zusammenzug der Junioren Nationalmannschaft 19. + 20.01.08
Am 19. und 20.1.08 fand der vierte Trainingslehrgang des Mountainbike-Kaders Juniorinnen/Junioren in Obererntfelden, AG statt. Zu Beginn bekamen wir einige Inputs im Bezug auf die Sponsorensuche. Am Nachmittag wurden wir im Gelände etwas aktiver und konnten an unserer Technik herumfeilen. Geleitet wurde das Training von Nationaltrainer Beat Stirnemann, Rolf Vollenweider und Sämi Reichen. Nach dem Nachtessen folgte dann die lehrreiche und teilweise sehr amüsante Videoanalyse. Am Sonntagmorgen kamen wir etwas ins schwitzen. Das Training wurde von Betrick Kuik, Physio Therapeut der Elite Nationalmannschaft, in der Turnhalle Muhen geleitet. Nach einem intensiven Aufwärmen ging es weiter mit Lauf-ABC und Sprungschule, dann einige Rumpf- und Entspannungsübungen. Wieder geduscht und frisch trafen wir und im Theorieraum: Mentaltraining, der ILZ(idealer Leistungszustand). Man merkt, dass die mentale Stärke im Sport eine wichtige Rolle spielt. Es wurden eigene Erfahrungen besprochen und Tipps gegeben. Am Ende der Stunde war viel in unseren Köpfen, was wir für die kommende Saison gebrauchen können. Und wie schlossen wir den Natizusammenzug ab? Natürlich mit Techniktraining im Gelände.
Es war ein lehrreicher Trainingslehrgang. Im physischen, wie auch psychischen Bereich wurde intensiv gearbeitet. Ich konnte viel profitieren und danke allen Leitern, die uns in Technik, Sponsorensuche, Kraft- und Mentaltraining wieder ein Stück weiter gebracht haben! Auch im sprachlichen Bereich konnte ich profitieren! Merci Lise-Marie! C était trop rigolo!
Schweizermeisterschaft Radquer in Frenkendorf 06.01.08
Juhuiii! Ich habs geschafft, meinen Titel bei den Juniorinnen zu verteidigen! Durch den Regen verwandelte sich die Strecke zu einer Schlammschlacht! Es war ein sehr hartes Rennen! Am Start kam ich schlecht in die Pedalen, konnte mich jedoch rasch an die Spitze sprinten. In der rutschigen Wiesenabfahrt wurde ich von Lise-Marie Henzelin überholt. Kurz später kam die erste Wechselzone. Da Liese-Marie nicht wechselte, konnte sie mich etwas distanzieren. Doch beim Wiesenaufstieg überholte ich sie bereits und konnte mit meinem sauberem Quer viel schneller davon fahren. Ich kämpfte weiter! Es war ein richtiges Querrennen: viele Laufpassagen und Schlamm! Ich stehe eigentlich nicht so auf solche Rennen. Trotzdem gelang es mir, nach 45 Minuten als Siegerin über die Ziellinie zu fahren. Ich war ziemlich erschöpft und mega happy! ;) Lise-Marie wurde Zweite mit einem Rückstand von 3:44 Minuten und Jenni Sägesser wurde Dritte.
Über den Schweizermeistertitel freue ich mich riesig und bin für die kommende Bikesaison voll motiviert!
Flüügerquer Dübendorf 02.01.08
Ein gelungener Start in die neue Saison 2008!
Die Strecke des Radquers in Dübendorf liegt auf dem Flugplatz und ist somit etwas Spezielles! Sie führt einige Male über einen langgezogenen Hügel, durch das Fliegermuseum und ist mit drei Doppelhürden versehen. Rhythmuswechsel und Technik war gefragt. Um 12:15 rasten wir Juniorinnen über die gefrorene Wiese. Eine Minute später erfolgte der Start der Elite Damen. Insgesamt waren fünf Runden zu fahren. Der Start gelang mir gut und somit war ich schon nach der ersten Runde mit 20 Sek. Vorsprung auf die zweite Juniorin unterwegs. Bis zur zweitletzten Runde war ich vorne alleine an der Spitze, dann wurde ich von der Elite Schweizermeisterin Kathrin Leumann eingeholt. Mit 43 Sek. Rückstand fuhr ich als zweite über die Ziellinie. Dritte wurde Elitefahrerin Alexandra Bähler. Vierte und auch zweite Juniorin wurde Jenni Segässer mit 2:23 min Rückstand auf mich.
Momentan bin ich in der Vorbereitung für die MTB Saison. Diesen Schwenker ins Radquer machte ich, um meinen Schweizermeistertitel zu verteidigen. Umso mehr freue ich mich über dieses Resultat des Vorbereitungsrennens! Am Sonntag, 6.1.08 findet die Radquer Schweizermeisterschaft in Frenkendorf, BL statt. Seit doch so lieb und drückt mir kräftig die Daumen! Merci! ;)
Vivienne
Meyer