News 2010

World Championship Mount St. Anne, Canada 02.09.10

Entschuldigt bitte meinen verspäteten Bericht. Ich musste mich zuerst vom Vormaturstress, der WM und dem Jetlag erholen, bevor ich mich an den letzen Rennbericht der Saison 2010 heran wagte. Da ist er nun endlich:

 Mein letztes Rennen vor der Weltmeisterschaft lief nicht gerade nach Wunsch. Zwar erwischte ich einen guten Start, hatte jedoch bereits in der zweiten Runde einen Platten und verlor so einige Plätze, die ich nicht mehr aufholen konnte. Mein Endresultat: 13. Rang.

 Ich liess mich von diesem Resultat jedoch nicht beirren und ging mit Freude und positiven Gedanken an die WM. Die Anreise nach Mount St. Anne erfolgte am Freitag. Mitten in der Nacht kamen wir in unserem grossen „Schweizerhaus“ an. Die Vorbereitungen liefen gut und auch die Strecke schien mir leichter, als ich es mir vorgestellt hatte. Zwar gab es eine knifflige Stelle, eine Steinabfahrt, die für einige nicht gerade ungefährliche Stürze sorgte, von denen ich aber zum Glück verschon blieb. Am Donnerstag um 10:00 Uhr (16:00 Uhr Schweizerzeit) startete die U23 Damen Kategorie. Ich hatte einen genialen Start, befand mich in den vorderen Rängen und übernahm dann im Aufstieg die Führung. Nach dem Aufstieg ging es auf Singletrails durch den Wald, die Steinabfahrt herunter, zurück ins Ziel und auf die erste Runde. Auch dort lag ich noch an erster Stelle. In der zweiten Runde viel ich dann auf Platz drei, später auf Platz vier zurück bis ich schliesslich einen brutalen Zusammenbruch erlitt. Es geschah im „Zickzack-Aufstieg“ nach der steinigen Abfahrt. Auf einmal hatte ich Gänsehaut am ganzen Körper, ich fror und meine Beine waren leer. Die letzten zwei Runden waren ein Kampf. In den Abfahrten schien mir die Kraft aus den Armen, in den Aufstiegen aus den Beinen gerissen zu werden. Ich überlegte mir ernsthaft aufzugeben. Hat es noch einen Sinn, so durch die Gegend zu schleichen? Erträgt es mein Gewissen, an einer WM aufzugeben? Vor der letzten Runde wollten mich meine Betreuer aus dem Rennen nehmen. Irgendwie realisierte ich das schon nicht mehr. Ich war in einer Trance in der ich zwar überlegte aufzugeben, mich aber trotzdem weiter quälte. Also fuhr ich einfach vorbei. Natürlich war ich enttäuscht. Ich lag an der Spitze, und hatte keineswegs das Gefühl zu überdrehen! Es wäre möglich gewesen in die Top 10 zu fahren, doch nun kam ich als neunzehnte ins Ziel. Den Grund für diesen krassen Zusammenbruch kenne ich nicht, werde jedoch sicherlich danach suchen. Was an der WM geschehen ist, passt eigentlich zu meiner ganzen Saison. Gesundheitliche Probleme verhinderten mir, das zu zeigen was ich kann. Ich bin enttäuscht und gleichzeitig motiviert, Dinge so zu verbessern, dass mir so etwas nie wieder geschieht!

 Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei der ganzen Schweizerdelegation bedanken! Ich schätze Eure Arbeit sehr und bin beeindruckt von dem, was Ihr für uns Fahrer geleistet habt! Ein Grosses Dankeschön an Euch alle!

Worldcup Val di Sole 31.07.10

Bereits am Mittwoch reiste ich mit meinem Team nach Val di Sole. Die Strecke war im Vergleich zur WM 2008 etwas härter geworden: Ein ständiges auf und ab mit einigen ganz schön steilen Aufstiegen. Der Start erfolgte um 11:15 Uhr. Dieses Mal hatte ich jedoch weniger Glück. Immer wieder wurde ich ausgebremst und so befand mich am Ende der Startschlaufe ziemlich weit hinten. Danach begann die Aufholjagd, die mir laut einigen Zuschauern recht gut gelang. Ich versuchte so viele Plätze wie möglich wieder gut zu machen. Diese Überholmanöver kosteten mich jedoch einiges an Kraft. In der vierten und letzten Runde bekam ich das ziemlich gut zu spüren. Ich versuchte einfach mein Platz zu halten und kam so als 31. (6.U23) ins Ziel. Zwar befinde ich mich nicht ganz so weit vorne wie in Champéry, bin aber mit meinem Rennen doch zufrieden. Dieses Mal schien es mir einfach sehr schwierig, am Start nach vorne zu kommen. An mein Team: Grazie, grazie!!!

Worldcup Champéry 25.07.10

Am Start in Champéry konnte man sich keine Fehler erlauben. Nur kurz blieb man auf der Teerstrasse, bevor schon die erste Engpassage über die Brücke und darauf auch schon bald die Einfahrt in den Singletrail folgte. Ich hatte jedoch Glück und konnte mich so vom 46. Startplatz auf den 23. Rang kämpfen. Nach der Startrunde waren noch fünf Runden zu absolvieren. In der dritten Runde befand ich mich auf Platz drei der U23, meine Beine fühlten sich einfach super an. In den zwei letzten Runden hatte ich jedoch mit Krämpfen zu kämpfen. Ich versuchte viel zu trinken und hatte das Gefühl, dass es wieder besser wurde. Als ich jedoch die letzte Runde in Angriff nahm, erwischte ich in der Wechselzone meinen Bidon nicht. Das war nicht so gut. In den Aufstiegen musste ich massiv Tempo heraus nehmen, vorsichtig und gleichmässig in die Pedalen treten, um ja keinen Krampf zu bekommen. In der Mitte der Strecke wurde ich von Emily Batty überholt. Ich hatte keine Chance dran zu bleiben. Immer wieder zog sich mein Wadenmuskel auf schmerzvolle Weise zusammen. Wir, meine Beine und ich, waren danach wirklich froh, im Ziel angekommen zu sein. Leider reichte es knapp nicht aufs Podest, kurz darauf blicken lassen konnte ich mich aber doch noch: Unser Team gewann, dank dem sensationellen ersten und zweiten Platz von Nathi und Eva, die Teamwertung in diesem Weltcup. Herzliche Gratulation an euch beide! Ich freue mich total für euch und natürlich auch für mich;). Es ist so ein gutes Gefühl endlich wieder meine schnellen Beinchen zurück zu haben. Wurde auch langsam Zeit! Ein grosses Dankeschön an Lukas, Freddy und Edi!!!

Swiss Championship Gränichen 18.07.10

Die Saison 2010 stellt mir eine ganz neue Aufgabe: zu lernen, mit Niederlagen und schlechten Resultaten zu Recht zu kommen, sich damit abzufinden schlechter zu fahren als die Saison zuvor, die Geduld nicht zu verlieren, aus Fehlern zu lernen und das Beste daraus zu machen! Nicht immer einfach, das sage ich euch.

Ich ging mit einem gemischten Gefühl an die SM: Als Titelverteidigerin wollte ich zeigen, was ich kann und zwar nicht das, was man von mir in dieser Saison bisher gesehen hat. Andererseits hatte ich jedoch auch viel weniger Druck wie letztes Jahr. Trotzdem: Ich wollte kämpfen. Mir war klar, dass ich nicht um den Sieg kämpfen werde, sondern um die Plätze dahinter. Ich ging also an den Start und wollte einfach eins: Alles geben was ich kann. Die Startphase gelang mir wie nach Wunsch: Ich konnte als Erste in die Abfahrt fahren. Das gab mir schon Mal Sicherheit. Und so war ich in der ersten Runde noch vorne. Dass Michelle Hediger überlegen sein wird, zeigte sich jedoch schon früh. In der zweiten Runde lag ich an zweiter Position. In der Kiesgrube hatte ich einen Platten, konnte wechseln und lag dann an dritter Position. Was nicht hätte sein müssen: Danach verklemmte sich meine Kette dreimal zwischen Speiche und Kränze. Die kostbare Zeit die ich benötigte, um die Kette wieder raus zu zerren verbannte mich auf Rang vier. Immer wieder versuchte ich heran zu fahren, was mir auch beinahe gelang, aber nur beinahe. So landete ich, wie auch mein Bruder, auf dem vierten Platz. Natürlich war es schade. Es hätte mir gut getan, nach dieser nicht sehr einfache Zeit, eine Medaille um den Hals gehängt zu bekommen. Ich bin jedoch nicht wirklich enttäuscht. Denn da war etwas, dass mich erleichtert und aufstellt: Die Form, die guten Beine scheinen endlich wieder zu mir zurück zu finden!

Ich gratuliere Michelle, Kathrin und Virginie ganz herzlich und bedanke mich bei Edi und Marco für die super Betreuung!!!

 

 

European Championship Haifa, ISR 08.07.10

Von der diesjährigen Europameisterschaft in Israel kehrte ich zwar mit einem enttäuschenden 14. Rang, aber auch mit vielen positiven Eindrücken zurück.

Das Renne lief nicht wie erwünscht. Ich hatte einen super Start, lag an zweiter Position, verlor dann aber immer mehr. Platz um Platz fiel ich weiter nach hinten. So kann es einfach nicht weitergehen. Die Hitze machte mit nichts aus, es war die Form, die einfach nicht stimmt.

Das Hotel nahe an der Strecke, die Atmosphäre zwischen den Athleten, die Organisation alles war einfach super! Ich bedanke mich ganz herzlich bei Rolf, Beat, Thomas, Bertrick, Erwin, Björn und ganz besonders bei Thomas Peter, die uns eine unglaublich erfolgreiche und medaillenreiche Europameisterschaft ermöglichten!

תודה = todA = Danke!

 

Swiss Bike Trophy Bern 27.06.10

Nach einem nassen, eiskalten Rennen in Engelberg stand nun das Gegenteil bevor: Straubtrockne Strecke und sommerlich heisse Temperaturen! Da die EM in Israel auch nicht mehr so weit entfernt liegt, war ich froh, ein Rennen bei ähnlichen Bedingungen zu fahren. Endlich war auch mein ganzes Team wieder dabei! Ich freute mich, Eva und Nathi wieder zu sehen und genoss die professionelle Betreuung meines Teams. Nach den zwei Rennen ohne Team merkt man, wie verwöhnt wir eigentlich sind und lernt alles noch viel mehr zu schätzen. Der Start verlief nicht schlecht und so konnte ich mich nach einer Startschlaufe gleich ans Hinterrad der Weltmeisterin hängen. In und nach der ersten Runde war ich vollkommen ausser Puste. Da ging einfach fast nichts mehr. Uuu… habe ich gelitten. Als ich dann meinen Rhythmus gefunden habe, fühlte ich mich von Runde zu Runde besser. Es wären sechs Runden zu absolvieren gewesen. Ich wurde aber, mit 1:50, schon eine Runde früher erlöst. Geduld, Geduld. Das ist nun die Devise. Die Resultate sind zwar noch nicht da, werden aber hoffentlich bald komme. Was ich positives von diesem Rennen mitnehme? --> Ich konnte mein Körper in der Hitze testen. Das ist eine gute Voraussetzung für die Europameisterschaft in Haifa. Anreisen werden wir am Sonntag, meine Rennen findet am Donnerstag statt und am Samstag reisen wir wieder zurück in die Schweiz. Ich freue mich und bin gespannt!

Racerbikes Cup Engelberg 20.06.10

Kalt war`s in Engelberg. Um 11:15 Uhr nahmen wir das um 2 Runden gekürzte Rennen in Angriff. Ich kann nur sagen, zum Glück haben sie`s gekürzt! Der erste Teil im Wald war sehr gut fahrbar, der Rückweg auf der schlammigen Wiese bis zum Ziel war jedoch sehr kräfteraubend. Dar Start lief gut und so lag ich nach dem Aufstieg an vierter Position. Auf der Wiese hatte ich jedoch viel Zeit und somit auch den Anschluss verloren. Seit meiner Rennpause habe ich Mühe, meinen Rennrhythmus zu finden. Auch in diesem Rennen versuchte ich alles zu geben. Doch dieses „alles“ ist, wenn ich an meine letztjährige Form denke, ziemlich enttäuschend. Die letzten zwei Runden waren bitter kalt. In der Abfahrt hatte ich Mühe den Lenker in den Händen zu behalten, bremsen und schalten war mit diesen Fingern kaum noch möglich. Nach 1:36 kam ich als Achte ins Ziel. Und jetzt nur noch eins: Ab unter die Dusch! Ein Grosses Dankeschön an Marco für Deine super Betreuung!

EKZ-Cup Hittnau + EM Quali 13.06.10

Bisher war es mir nie gelungen am EKZ Rennen in Hittnau, das von meinem Veloclub organisiert wird, teilzunehmen. Immer war da schon ein anderes Rennen, das ich fahren sollte. Dieses Jahr passte es jedoch perfekt! Die Stecke liess in mir alte Erinnerungen erwachen. Erinnerungen an meine Zeit als Schülerin, wo wir uns am Clubrennen auf derselben Stecke beweisen mussten. Das waren noch Zeiten…:) Das Wetter spielte zwar diesen Sonntag nicht ganz mit, Zuschauer, die uns Dreckspatzen anfeuerten, gab es jedoch erstaunlich viele. Ein Start-Zielsieg, wie es mir in Hittnau gelang, das gab es seit meiner „Karriere als Schülerin“ auf meinen munzigen Velos nicht mehr. Ein schmutziges Rennen war`s, aber es machte Spass!

Heute wurde ich aus meiner Ungewissheit erlöst: Ich darf mit an die Mountainbike Europameisterschaft in Haifa, Israel. Auch mein Bruder, Pascal hat die Qualifikation geschafft und wird mit mir am 03.07.10 nach Israel reisen. Es war lange nicht klar, ob ich die Qualifikation trotz meiner Rennpause schaffen würde. Nun bin ich definitiv dabei, freue mich und bin dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe.

 

Racerbikes Cup Plaffeien 30.05.10

Das Rennen am letzten Sonntag in Plaffeien lief nicht sehr toll. Zwar hatte ich einen guten Start und konnte den ersten Aufstieg mit der Spitzengruppe bewältigen, konnte aber danach das Tempo nicht halten und viel zurück. Die Stecke mit ihrem langen Aufstieg gefiel mir sehr gut. Trotzdem war ich froh, dass das Rennen, angesichts des vielen Schlammes in den Abfahrten, um eine Runde gekürzt wurde. Ich versuchte den Kontakt an die Spitzengruppe nicht zu verlieren, was mir jedoch nicht gelang. Es fehlte einfach die Power. Ich versuchte meinen Rhythmus zu fahren, hatte jedoch das Gefühl, so langsam unterwegs zu sein. Es ging einfach nicht mehr. Ich glaube, es braucht noch etwas Geduld, um mein altes, vertrautes Rennfeeling wieder zu erlagen. Hoffentlich findet es bald zurück zu mir!

World Cup Offenburg 23.05.10

Das Rennen in Offenburg war für mich ein zweiter Start in die Saison. Nach einer langen Rennpause bin ich endlich wieder zurück auf dem Rennplatz. Die Vorbereitung lief super, die Betreuung war super (natürlich wie immer;)) und meine Beine fühlten sich viel besser an, als noch während dem Vitamin B12 Mangel. Ich hatte keinen Druck, konnte ohne Erwartungen an das Rennen gehen, alles geben und schauen was dabei raus kommt. So einfach wäre es eigentlich gewesen, aber ich war trotzdem ziemlich nervös und angespannt. Der Start war ein Desaster. Ich kam nicht in die Klickpedale hinein und verlor so Platz um Platz. Dann begann der Kampf. Die technischen Passagen, die eigentlich super zu fahren wären, waren meistens unbezwingbar. Es waren einfach zu viele Fahrerinnen im Weg. Unglaublich so was, ich dachte ich sehe nicht recht. Da sieht man, dass mir das Renngeschehen schon fast fremd wurde in dieser rennlosen Zeit. Auch an den Rennrhythmus musste ich mich erst wieder gewöhnen. Die ersten drei Runden waren okay, danach kam die Müdigkeit. Die Konzentration liess nach und die Beine wurden schwer. Schlussendlich kam ich als 63. ins Ziel (15. U23). Den Umständen entsprechend ist das Resultat ganz okay.

Ich denke es war gut, so lange abzuwarten, um sicher zu gehen, dass der Mangel an Vitamin B12 mit Sicherheit behoben ist. Die Form, das merkte ich im Rennen, ist jedoch nicht die gleiche, wie wenn ich ungestört die bisherigen Rennen hätte fahren können. Wichtig ist mir jedoch, dass mein Problem (Vitamin B12 Mangel) gefunden wurde, behoben wurde und ich nun erneut in die Saison starten kann. Noch etwas Geduld und dann… let`s fäz! ;)

 

Einige Rennen ausgelassen

Der Grund für meine Abwesenheit an den Rennen ist ein Vitamin B12 Mangel. Wie ihr vielleicht noch mitbekommen habt, hatte ich in den ersten Rennen Mühe, Leistungen zu erbringen. Ich liess also meinen Gesundheitszustand kontrollieren und war froh, schliesslich den Grund zu kennen und aus dieser ungewissen Situation zu entweichen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als einige Rennen auszulassen. Nun hoffe ich auf eine schnelle Besserung und einen guten Neueinstieg in die Saison 2010!

Racerbikes Cup Buchs 28.03.10

Am Sonntag 28.03.10 fand das erste Rennen der Schweizer Serie statt. Am Samstag reiste ich zusammen mit Nathi nach Buchs und besichtigte dort die Strecke. Der Regen über Nacht trug dazu bei, dass wir nur fünf, anstatt sieben Runden zu absolvieren hatten. Um 11:15 Uhr erfolgte der Start der Elite Frauen. Ich konnte am Startaufstieg gut mitmischen und befand mich in den ersten zwei Runden unter den Top10. Danach musste ich mich immer weiter nach hinten fallen lassen und beendete dieses Schlammrennen als 14te. Bei der U23 reichte es auf Platz vier.

Da ich ein schlechtes Rennen in Montichiari hinter mir hatte und mich wegen der aktuellen Erkältung nicht topfit fühlte, kam ich mit gedämpften Erwartungen an dieses Rennen. Den Umständen entsprechend lief`s garnicht mal so schlecht. Ja.. Ich bin eigentlich ganz froh darüber, was mein Körper leisten konnte. Nun werde ich aber doch noch abklären, ob gesundheitlich alles in Ordnung ist.

Ein grosses Dankeschön an Marco! Vielen Dank für deine Betreuung!

 

Trainingslager am Gardasee + Rennen in Montichiari 07.-13.03.10

Nach dem Rennen in Massa Marittima ging`s direkt nach Riva del Garda. Dort verbrachte ich eine Woche zusammen mit meinem Team. Da ich mich im Winter meistens auf eisigem und verschneitem Untergrund bewegt habe, konnte ich vor allem von den Biketrainings im steinigen Gelände viel profitieren. Am Freitag ging`s dann nach Montichiari, wo uns eine schlammige, anspruchsvolle Strecke erwartete. Am Renntag selbst hatten sich jedoch die Verhältnisse verbessert und der Boden war viel trockener als am Tag zuvor. Der Start, der um eine halbe Stunde verschoben wurde, war genial. Ich kam gut weg und konnte gleich bei meinen Teamkolleginnen Eva und Nathi anhängen. So fuhr ich ca. als Sechste in die technischen Passagen, eigentlich die perfekte Vorlage für ein gutes Rennen. Es waren vier Runden plus eine Startrunde(eine halbe Runde) zu absolvieren. Bald schon wurde ich von einer Fahrerin überholt und ich versuchte sogleich ihr am Hinterrad zu bleiben, jedoch ohne Erfolg. Ich fiel immer weiter nach hinten, bis einfach nichts mehr ging. Meine Beine verkrampften bei jedem Aufstieg und jedes Mal, wenn ich versuchte anzutreten, schien mein Körper “STOP” zu schreien. Bereits nach zwei Runden war für mich das Rennen zu Ende. Es hatte keinen Sinn weiterzufahren. Aber dennoch war ich enttäuscht, das Rennen aufgeben zu müssen. Die Gründe für diesen sehr, sehr schlechten Tag sind mir noch nicht klar. Sicher ist jedoch, dass ich, sobald ich die Ursache gefunden habe, versuchen werde dieses Rennen abzuhacken und nach vorne zu schauen.

Maremma Cup 07.03.10

Das erste Rennen der Saison ist schon passé. Am Samstag um 4:00 Uhr morgens nahmen mein Bruder, seine Freundin und ich die siebenstündige Reise in Angriff. In Massa Marittima angekommen ging es dann nach dem Mittagessen gleich auf die Strecke. Die gefällt mir ganz gut. Sie hat zwar einige Raffinessen, aber ich habe es mir viel anspruchsvoller vorgestellt. Währendem meine zwei Teamkolleginnen am Shortrace abräumten, ging’s für mich so schnell wie möglich zurück ins Hotel, denn es war eisig kalt. Am folgenden Tag war es dann so weit. Das erste Rennen der Saison 2010 stand vor der Tür. Um 10:05 Uhr erfolgte der Start der Elite Frauen. Da ich am Start von anderen Fahrerinnen behindert wurde, war ich da schon recht weit hinten. Auch in den schmalen Singletrails gab es in der ersten von vier Runden öfters Stau. Wenn eine absteigen musste, so liefen am Schluss alle, die dahinter folgten. Die Strecke ist im Rennen ganz anders zu fahren als im Training. Ich konnte die Runden nicht fehlerfrei bewältigen und stürzte sogar einmal. Die letzten zwei Runden spürte ich, wie meine Kräfte etwas nachliessen und musste so, Judith Pollinger, die Siegerin der U23-Kategorie ziehen lassen. Nach 1:33 h kam ich als 11. der Elite und 2. der U23-Kategorie ins Ziel.

Mit diesem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Das erste Rennen ist immer hart. Ich hoffe, dass sich mein Körper schnell wieder an diese Belastung gewöhnt und ich mich in den Rennen noch ein bisschen mehr quälen kann. Eva und Nathi gaben beide voll Gas und belegten gleich Platz eins und zwei. Congratulazioni! !!

Das zweite Rennen findet bereits nächsten Samstag, 13.03.10 in Montichiari statt. Bis dahin werde ich mit meinem Team am Lago di Garda sein und dort einige Trainings absolvieren.

 

Trainingslager Gran Canaria 08.-22.02.10

Raus aus dem Schnee, rein in die Wärme! Hier in Gran Canaria herrschen herrlich warme Temperaturen! Die erste Ausfahrt, gleich nach meiner Ankunft in Playa d`Inglés brachte mich richtig zum auftauen! Zuhause herrschten noch Minustemperaturen, hier machte ich mich mit kurzen Hosen und Trikot auf, meine von der Reise müden Beine noch etwas zu bewegen. Nach der vergangenen Regenzeit, lebt hier alles auf! Dieses Jahr ist die Insel viel grüner und überall riecht es herrlich nach Blumen! Schöööön! Endlich Sonne und Wärme! Auch das Morgenjogging findet nicht mehr im Schnee, sondern am Strand statt. Hier werde ich mit meinem Team noch zwei Wochen verbringen und einige Trainings absolvieren können.

Ich schicke euch wärmende Grüsse nach Hause in die Schweiz! Hoffentlich kommt auch da bald der Frühling!

Die zweite Woche war nicht mehr ganz so hervorragend wie die erste. Oft war es bewölkt, teilweise Regen und viel Wind. An einem Tag windete es so stark, dass es mich, man glaubt es kaum, von meinem Rad geweht hat. Wäre es mir nicht gelungen, den Fuss rechtzeitig auf den Boden zu bringen, hätte mich die Eva aus dem Strassengraben ziehen müssen. :) Doch nach unserem anschliessenden Lachanfall war schon alles wieder vergessen. Ich weiss schon Petrus, du hast es bestimmt nicht böse gemeint, oder?! ;) Schön warm blieb es jedoch die ganze Zeit und so konnte uns nichts von unseren Trainings abhalten…fast nicht! Am Donnerstag nach dem Training hatte ich mit einer Magendarmgrippe zu kämpfen. Zum Glück war da noch Eva, die mich gepflegt hat! :) Vielen Dank Eva! In den letzten zwei Trainings war ich dann etwas geschwächt, den Umständen entsprechend rollte es aber ganz gut!

Nun bin ich auch schon wieder in der Schweiz angekommen. Der Schnee ist zwar noch nicht weg, aber ein bisschen wärmer ist`s auf jeden Fall schon geworden. Die zwei Wochen an der Wärme konnte ich super nutzen, um qualitativ gute Trainings zu absolvieren. Ich konnte sehr viel profitieren und hatte viel Spass mit Eva, Nathi und Edi. Ein grosses Dankeschön an mein Team!

Die Saison 2010 ist nun aus seinem Winterschlaf erwacht! Nur noch zwei Wochen und schon geht`s weiter mit dem ersten Rennen und einem weiteren Trainingslager am Gardasee.