News 2011

Saisonrückblick

Die Saison 2011 ist passé und schon darf ich auf drei erlebnisreiche Jahre im Team Colnago zurückblicken. Während der ersten Hälfte der Saison 2011 konzentrierte ich mich vor allem auf die Matura, die ich nun endlich in der Tasche habe. Danach brauchte es etwas Zeit, bis ich in Fahrt gekommen bin. Durch die letzten Weltcupresultate, sowie den siebten Rang an der Weltmeisterschaft in Champéry geland mir doch noch ein erfolgreicher Saisonabschluss.

Ich hoffe, dass ihr alli es frohs Wiehnachtsfest hend chöne gnüsse und wünsche eu von Herze alles Gueti für`s 2012! Rutschet guet;)

Teamnews by Bernhart Josef

Weihnachtsgruß des MTB-Women PRO-Teams COLNAGO-Südtirol: „Wir danken allen Sponsoren, Partnern, Förderern und Fans!“

 

Es war für uns eine mehr als erfolgreiche Saison, und dabei ist dies nur ein Schritt in Richtung großes Ziel: Olympia London 2012“, sagt Team-Manager Edmund Telser vom MTB-Women PRO-Team COLNAGO-Südtirol und blickt mit seinen Mädels auf viele Highlights zurück. Eva Lechner, Nathalie Schneitter und Vivienne Meyer haben es wieder einmal so richtig krachen lassen. Herausgekommen ist vor allem eine sehr erfolgreiche Weltmeisterschaft im Schweizerischen Champery. Eva Lechner (Eppan/Südtirol) konnte WM-Bronze holen, Team-Kollegin Nathalie Schneitter einen hervorragenden fünften Platz einfahren. Damit wurde sie beste Schweizerin. Erfreulich auch die stetig steigende Form von Vivienne Meyer in der U-23-Kategorie, die am Ende der Saison bei einem schweren Etappenrennen in Malaysia noch zur Bergkönigin gekürt wurde. Vielversprechend auch der Nachwuchs, der 2012 offiziell im Team mitfährt und die internationalen U-23-Bewerbe mit bestreiten wird. Julia Innerhofer und Lisa Rabensteiner heißen die beiden Hoffnungsträgerinnen und werden von Nachwuchstrainer Manuel Gschnell professionell betreut. Beachtlich auch die Leistung von Gehörlosensportlerin Renate Telser. Die Schwester von Team-Manager Edmund und Mechaniker Adrian Telser konnte bei den Weltmeisterschaften in Mont Tremblant (Kanada) gleich zwei WM-Titel zu holen: einmal Gold und einmal Silber.

 

„So kann es weitergehen und die Zukunft ist gesichert“, sagt Team-Manager Edmund Telser nicht ohne Stolz, legt er doch seit Jahren großen Wert auf eine seriöse Betreuung der Nachwuchsfahrerinnen und auf ein nachhaltig angelegtes Teamkonzept. Rückhalt und Haupt-Sponsor COLNAGO wird das Team auch zukünftig fördern, daneben sind etablierte Bikemarken mit im Boot, so beispielsweise DT-SWISS für die Gabeln, Komponentenhersteller SHIMANO, KENDA für die Bereifung, SPONSER für Sportnahrung, SELLE ITALIA für Sättel, ADIDAS, Bekleidungssponsor VAUDE und Helmsponsor UVEX. Zudem fördert die Dachmarke der Provinz Bozen „Südtirol“ mit ihrem Namen das Team. So zeigen sich Team-manager Demnach zeigen sich Team-Manager Edmund Telser und Team-Präsident Erminio Bolgiani äußerst zuversichtlich und betonen unisono: „Wir als COLNAGO-Team-Farbe-Südtirol sind insgesamt für das große Ziel Olympia 2012 in London bestens gerüstet und es bleibt nur noch zu wünschen: Go for Gold!“

Langkawi, Malaysia international Mountainbike Challenge 18.-22.10.11

Stage1: Das erste Rennen führte 62km lang durch die tropischen Wälder der malaysischen Insel Langkawi. Mit etwas Glück gelang es Nathi und mir uns schon ziemlich bald von den übrigen Gegnerinnen abzusetzen. Das Klima: heiss und feucht. Die Landschaft: atemberaubend schöne Tropenwälder. Die Stecke: führte durch den Dschungel, Flüsse und auch Morastlöcher. Das Rennen: hart. Nach 2:56:47 kam ich als Zweitplatzierte ins Ziel. Nathi, die mich die ganze Zeit gezogen hatte gewann die erste Etappe der Challange. Ich bin mega happy mit meinem zweiten Rang!

Stage2: Das Cross Country Rennen erstreckte sich über sechs Runden à 4.8km. Leider erwischte ich keinen besonders guten Start, konnte mich dann aber doch noch auf den zweiten Rang hervorkämpfen. Nach drei Runden machte mir das Klima allmählich zu schaffen. Mir wurde übel und schwindlig. Schliesslich wurde ich von Jodie Willett eingeholt. In diesem Renne musste ich so was von leiden. Dennoch gelang es mir, den dritten Rang bis ins Ziel zu bringen.

Stage3: An diesem Tag waren 24.6 km zu absolvieren. Das Rennen führte durch den wunderschönen malaysischen Wald, sowie an einer Beach vorbei. Gleich am Start übernahmen die Colango-Girls die Führung. Das ganze Rennen über konnte ich, an Nathis Hinterrad hängend, einen guten Rhythmus fahren. Auch heute war es wieder heiss und schwül. Nathi konnte schliesslich das Rennen für sich entscheiden. Ich ergatterte mir den erfreulichen zweiten Rang!

Stage4: Am vierten Tag stand das Bergrennen auf dem Programm. Zuerst ging es 15km leicht coupiert bis zum 13km langen Aufstieg. Dieses Mal starteten alle Kategorien zusammen, so dass wir die Anfahrt mitten im Feld absolvieren konnten. Am Aufstieg wurde die Masse dann rasch auseinander gezogen. Zusammen mit Nathi und der Australierin Naomi Hansen nahm ich den Berg in Angriff. Der Aufstieg kam mir sehr entgegen, da man in einem guten Rhythmus fahren konnte. 2.5km vor dem Ziel startete ich schliesslich meine Attacke und konnte somit als erste die Ziellinie passieren! Meine Freude war gross, denn mit einem Sieg hatte ich nicht gerechnet.

Stage5: Der letzte Renntag stand vor der Tür. Zwar fühlte ich mich noch erstaunlich fit, war aber dennoch froh, dass heute nur 45min auf dem Programm standen. Die Strecke war nur 1.5km lang und vollkommen flach. Das ganze Rennen über blieb das Feld zusammen bis Nathi schliesslich in der letzten Runde ihre Attacke startete. Ich zog ihr sogleich hinterher und holte mir somit den zweiten Rang des heutigen Rennens sowie im Gesamtklassement! Jupiiiiii!:)

 

Die Lankawi Mountainbike Challange war nicht nur ein super Erlebnis, sondern machte mich auch um einige Erfahrungen reicher. Es war nicht immer leicht, in diesen Bedingungen solche Leistungen zu erbringen. Der Jetlag bereitete mir zu Beginn grosse Mühe, schlief ich doch teilweise nur vier Stunden. Und auch die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit brachten uns so ziemlich ins schwitzen.;) Es sind jedoch alles sehr wertvolle Erfahrungen, die mir in Zukunft helfen werden.

Viele, viele Kilometer verbrachte ich am Hinterrad meiner Teamkollegin Nathalie Schneitter und dafür möchte ich ihr ganz herzlich danken! ;) Du hast mir sehr viel geholfen und mir das Leiden oft etwas leichter gemacht! Auch Edi gilt ein grosses Dankeschön! Seine Leistung als Multi-Team-Manager (Trainer, Mechaniker, Betreuer) schätze ich sehr! Auch bei der ganzen Rennorganisation möchte ich mich bedanken! Es war ein super Event!

Nun muss ich euch unbedingt noch von den Leuten in Langkawi erzählen! Es begann schon vor dem Start. “Can I have a picture of you?” –“Yes, of course!” Klick. Und schon steht der Nächste da: “Can I make picture of you?” Unglaublich! Sobald du dann wieder im Ziel angekommen bist geht es weiter. Many, many fototaking. Überall Kameras, Interviews. Ein riesiger Medienansturm, man kann es kaum glauben. Irgendwie crazy oder? Und doch war es so cool, von diesen Leuten, wie ein Star behandelt zu werden;).

Der krönende Abschluss dieser Woche bildete die Jetskitour mit den sympathischen Bulls-Boys ;). Mega geil, ich sags euch! Dann hiess es aber doch, vom Hitzeschock zum Kälteschock. Zurück in der Schweiz blicke ich auf eine erlebnisreiche Woche zurück, die ich nicht so schnell vergessen werde!

 

Teamnews by Bernhart Josef

Vivienne Meyer – „Bergkönigin“ in Malaysia

 

Junge Schweizerin vom Südtiroler COLNAGO-Team gewinnt die vierte Etappe des “Langkawi International Challenge 2011”

 

Es ist der wohl größte Erfolg in ihrer diesjährigen Rennsaison. Vivienne Meyer vom Südtiroler COLNAGO-Team hat die vierte Etappe des “Langkawi International Challenge 2011” gewonnen. Um 9 Uhr war der Start zu der schweren Bergetappe erfolgt. Alle Rennfahrer der unterschiedlichen Kategorien fuhren gemeinsam los. Nach dem Massenstart konnte sich schnell eine kleine Gruppe von Fahrern absetzen und kam gemeinsam am Fuße der Steigung (auf den Gunning Raya mit knapp 900 Höhenmetern) an. Dort ging es schnell zur Sache und die Gruppe zersplitterte sich zunehmend. Doch die beiden Schweizer Erfolgsfahrerinnen Nathalie Schneitter (im rosa Leadertrikot der Gesamtführenden) und Vivienne Meyer vom Südtiroler COLNAGO-Team unter der Führung von Team-Manager Edmund Telser ließen sich nicht abschütteln. Fünf Kilometer vor dem Ziel hatten dann nur mehr drei Fahrerinnen Aussichten auf den Etappensieg. Neben Nathalie Schneitter und Vivienne Meyer war auch die Australierin Naomi Hansen mit von der Partie. Doch drei Kilometer vor der Ziellinie explodierte die junge Vivienne Meyer. „Wir wissen alle, sie hat das Zeug zu einer ganz Großen und die optimale Veranlagung für eine komplette Rennfahrerinn“, zeigt sich Edmund Telser sichtlich erfreut über den grandiosen Erfolg seines jungen Schützlings. Vivienne Meyer konnte sich klar von ihren beiden Verfolgerinnen absetzen und kam am Ende mit einem Vorsprung von 24 Sekunden ins Ziel. „Das gibt uns natürlich allen Grund zur Hoffnung vor der morgigen Schlussetappe, zumal wir seit der ersten Etappe mit Nathalie das Leadertrikot haben“, sagt Team Manager Edmund Telser auf die Frage nach einem möglichen Gesamterfolg seines Erfolgsduos. Das Etappenrennen “Langkawi International Challenge 2011” führt insgesamt über fünf Teilstrecken und schließt auf der letzten Etappe mit einem spektakulären Kriterium über 30 Minuten plus drei Runden im Stadium von Kuah Town.

 

 

Vivienne Meyer - ein Kurzportrait

Vivienne Meyer wurde am 5. April 1990 geboren und wohnt in Rumlikon in der Schweiz. Sie gilt als komplette Rennfahrerin, auf dem Mountainbike, im Cyclo Cross sowie auf dem Rennrad. Sie liebt neben dem Biken auch Joggen und Schwimmen und verbringt ihre Ferien gerne am Meer. Seit 2009 fährt Vivienne Meyer im Team COLNAGO-Farbe-Südtirol und hat schon zahlreiche Weltcupeinsätze hinter sich. Sie ist im U23-Mountainbike-Nationalkader der Schweiz. 2008 war Vivienne Meyer dreifache Schweizer Meisterin, sowohl auf dem Rennrad, im Rad-Quer (Cyclo Cross) als auch auf dem Mountainbike. Vivienne Meyer ist sehr professionell im Umgang mit den Medien, Sponsoren und wird auch im Team sehr geschätzt. Bei ihren Kolleginnen gilt sie als „Küken mit enormem Potential“, Manager und Heimtrainer Edmund Telser ist überzeugt, mit ihr eines der größten Talente im Frauen-Radsport im Team zu haben.

Beeindruckender Gesamtsieg des COLNAGO-Teams-Südtirol beim Langkawi International Mountainbike Challenge 2011 - alle Etappen gewonnen!

 

22.10.1011 | Es ist wie im Märchen. Am Ende hat das COLNAGO-Team-Südtirol in Malaysia alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Fünf Etappen und damit auch die Gesamtwertung (Platz 1 und 2). Das hat es in dieser Form noch nie gegeben. Dabei waren die Schweizerin Nathalie Schneitter und ihre junge Teamkollegin Vivienne Meyer, ebenfalls aus der Schweiz mit gemischten Gefühlen und sehr viel Respekt zum „Langkawi International Mountainbike Challenge 2011“ angereist. Schließlich waren die Witterungs- und Rennbedingungen alles andere als angenehm. Enorme Hitze und Schwüle machten allen Fahrerinnen und Fahrern zu schaffen. Aber Profis sind eben deshalb Profis, weil sie sich auf unterschiedliche Bedingungen einstellen können. Schnell und problemlos. Das hat auch der große Erfolg des COLNAGO-Teams gezeigt. Team-Manager Edmund Telser, selbst ehemaliger erfolgreicher Rennfahrer im nationalen Amateurbereich, ist überglücklich. „Am Ende haben wir nicht nur unsere Sponsoren und Partner würdig vertreten, sondern auch noch viel eigene Motivation getankt. Für die kommenden Rennen, das kommende wichtige Olympia-Jahr und den Weltcup. Wir sind sehr zufrieden. Die lange Reise hat sich mehr als gelohnt“, sagt er mit freudiger Stimme.

 

Die abschließende fünfte Etappe des mehrtägigen Rennens auf der Malaysischen Insel Langkawi war sehr spektakulär. Von der Art her handelte es sich um einen Parcours wie bei einem Ciclo-Cross bzw. Rad-Quer-Rennen. Sehr schnelles Tempo vor großem Medien- und Fanaufgebot und dies alles im Stadion von Kuah Town. Also nicht nur Rad fahren, sondern Hindernisse überspringen, Rad schultern usw. Diese Kombination war für die COLANGO-Fahrerinnen allerdings kein Problem. So können sowohl Nathalie Schneitter als auch Vivienne Meyer bereits auf beachtliche Karriereerfolge in all allen Disziplinen verweisen. Vivienne Meyer war beispielsweise in einem Jahr (2008) nationale Meisterin der Schweiz sowohl auf dem Mountainbike, als auch auf dem Renn- und dem Cross-Rad. Sofort nach dem Start des Kriteriums über 45 Minuten Gesamtdauer formierte sich eine Spitzengruppe von neun Fahrerinnen. Diese blieben zusammen bis zur letzten Runde und kontrollierten sich untereinander. Dann der Angriff des Trios mit Nathalie Schneitter und Vivienne Meyer vom COLNAGO-Team, gemeinsam mit Naomi Hansen aus Australien. Dann der Schreckmoment für Hansen, ein Fahrfehler in der vorletzten Kurve. Und damit alles klar für einen Doppelsieg der beiden COLANGO-Fahrerinnen, man könnte sagen, fast schon wie gewohnt. Nathalie Schneitter im rosa Leader-Trikot der Gesamtführenden standesgemäß vor Vivienne Meyer, die auf der vorletzten vierten Etappe mit Bergankunft die Trophäe der „Berg-Königin“ gewonnen hatte. Genauso auch das Gesamtklassement: Nathalie Schneitter und Vivienne Meyer sind die beiden alleinigen Siegerinnen des „Langkawi International Mountainbike Challenge 2011“, alleinig deshalb, weil nicht nur auf Platz eins und zwei in der Gesamtwertung, sondern auch noch mit einer einmaligen Etappenbilanz: alle Etappen gewonnen, vier von Nathalie Schneitter (Etappen 1, 2, 3 und 5) und eine (Etappe 4 mit Ankunft am Berg) von Vivienne Meyer, mehr gab es nicht zu holen.

Benelux Kampionshap MTB in Zoetermeer, NED

Teamnews by Bernhart Josef

Nathalie Schneitter von Beginn an auf Siegeskurs

Ganz ähnlich war es nun in Zoetermeer. Nathalie Schneitter machte das Tempo, ihr Tempo. Eva Lechner immer vorne mit dabei. Aufgrund von Problemen mit ihrer Schaltung konnte Eva dann ab Mitte des Rennen das Tempo zwar nicht mehr mitgehen, doch Nathalie Schneitter blieb uneingeschränkt vorne. Mit vorne weg die holländischen Meisterin Laura Turpijn. „Ich fuhr ein sehr taktisches Rennen, lies Laura etwas Führungsarbeit verrichten und beobachtete, wo sie auf dem Kurs ihre Stärken und Schwächen hat, um dann ab der vorletzten Runde selbst das Tempo zu machen“, erzählt Nathalie Schneitter mit einem Lächeln im Gesicht.

 

Sprint eindrucksvoll gewonnen und Eva mit am Podest

„Ich fuhr viel in der Art stop-and-go, um etwas Abstand zu gewinnen, aber Laura ließ sich nicht abhängen“, schildert Nathalie Schneitter die entscheidenden Rennszenen gegen Ende hin. Doch beim Schlussspurt ging Nathalie, bekannt sprintstark ab wie eine Rakete. Auf dem langen Sprint bis ins Ziel ließ sie ihrer Konkurrentin keine Chance und gewann mit 2,3 Sekunden Vorsprung, ganz in der Manier der großen Sprinter bei Giro oder Tour. Südtirols Top-Mountainbikerin und WM-Dritte Eva Lechner sicherte sich noch Rang drei mit 2 Minuten und 18 Sekunden Rückstand. Bemerkenswert auch die Leistung der jungen COLNAGO-Nachwuchshoffnung Vivienne Meyer, die den hervorragenden achten Platz belegte.

Bundesliga Heubach

Zwar ist die WM 2011 schon vorbei, nicht aber die Saison 2011. Eine Woche nach der Heim WM startete ich in Heubach am Bundesliga Rennen. Der Start verlief dieses Mal nicht optimal. Das Rennen begann für mich fast aus der hintersten Reihe und so musste ich zuerst einmal einige Plätze gut machen, bis ich dann schliesslich meinen eigenen Rhythmus fahren konnte. Das Rennen verlief super für mich und so befand ich mich bis zur letzten Runde in den top10 Rängen. In der zweitletzten Runde schloss dann auch meine Teamkollegin Nathi auf. Auf der letzten Runde konnte ich ihr Tempo nicht ganz mithalten und so beendete ich dieses Rennen mit dem 11. Rang. Ich bin völlig zufrieden mit diesem Resultat. Die Strecke und das Wetter kamen mir entgegen und ich denke, ich habe das Beste daraus gemacht. Meinem Team, Edi, Lucky & Norri danke ich vielmals für die super Betreuung!

In zwei Wochen geht’s dann nach Zoetermeer!

 

World Championship Champéry 01.09.11

Die Heim-WM, ein super Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Dieses Mal möchte ich meinen Dank gleich zu Beginn aussprechen: Ich danke dem ganzen Swiss-Cycling-Team für die super Betreuung! Bin stolz, Teil eines so erfolgreichen Teams zu sein. Auch meinem Team Colnago, sprich Edi und Norri, möchte ich ganz herzlich danken! Sie machten mein Bike race ready, investierten viel Zeit mit mir auf der Strecke, feuerten mich tatkräftig an. Es war super mein Team hier an der Heim-WM dabei zu haben, es gab mir ein gutes Gefühl und viel Sicherheit. Ein risen Dankeschön gilt allen Fans an der Rennstrecke, die uns Schweizer anfeuerten. Es war genial! Manchmal hatte ich fast ne Gänsehaut wegen euch! Vielen Dank! Merci beaucoup auch an den Military man, der mir nach dem Sturz wieder auf die Beine half. Danke an alle die an mich dachten und mir die Daumen drückten!

So, nun zum Rennbericht. Am Sonntag reiste ich mit meinem Teammanager an, um die Strecke zu besichtigen. Die Strecke, technisch anspruchsvoll und intensiv, konnte ich mit guten Erinnerungen vom letzten Jahr verbinden, wo ich vierte in der U23 Kategorie wurde. Die übrigen Rennvorbereitungen liefen wie am Schnürchen und auch die Atmosphäre im Swiss-Cycling House war angenehm. Am Mittwoch durften wir auch schon unsere ersten Medaillen feiern: Herzliche Gratulation an die neue Juniorinnen Weltmeisterin Linda Intergand und an unsere Team-Staffel Thomas Litscher, Lars Forster, Nathalie Schneitter und Nino Schurter, die sich an der Team Relay Silber holten!

Am Donnerstag um 17:00 Uhr war es dann soweit. Irgendwie war ich gar nicht so nervös, fühlte mich sicher und war ready to race. In Anbetracht meiner hohen Startnummer war ich ziemlich überrascht, wie schnell ich mich nach dem Start nach vorne arbeiten konnte. Beim Kiesaufstieg konnte ich es fast nicht glauben, dass ich mich ganz nah an der Spitze befand. Nun aber voll Gas. Zu beginn des Rennens befand ich mich zusammen mit Pauline Ferrand-Prevot auf Rang drei und vier, musste sie dann aber ziehen lassen. In der dritten Runde schlossen weitere drei Fahrerinnen auf. Diese Gruppe wäre perfekt für mich gewesen. Es sollte jedoch anders kommen und so stürzte ich in der steilen Singletraileinfahrt nach dem Sprung. Im ersten Moment war ich völlig geschockt und konnte mein Knie nicht belasten. Es brauchte einige Zeit bis ich mit Hilfe eines Military mans mein Bike wieder gerichtet hatte und mich vom Sturz erholt hatte. In den ganzen Wurzelpassagen war es nicht leicht, sich zu erholen. So fiel ich bis auf Platz neun zurück. Als ich mich jedoch wieder gefasst hatte, lief `s wieder gut. Die letzte Runde bestritt ich dann alleine auf Platz sieben und konnte diesen Rang trotz leichten Krämpfen in den Beinen bis ins Ziel bringen. Meine Freude war gross. Und noch schöner war es, meinen Bruder gleich umarmen zu können. Geteilte Freude ist einfach immer am schönsten. Mein Zeil war es in die Top 10 zu fahren. Zwar ist es schade, dass das Rennen nicht ohne diesen Sturz verlaufen ist, doch ich bin froh, dass nichts Schlimmes passiert ist und bin mit meinem siebten Rang wirklich sehr zufrieden.

Allen übrigen Schweizer Fahrern drücke ich ganz fest die Daumen! Voll Gas!

 

Teamnews by Bernhart Josef

Erfolgs-WM für das COLNAGO-Team-Südtirol:

04-09-2011 | „Heimfahrt mit vollem Medaillensack“, könnte man sagen. Oder besser: der Lohn für die harte Arbeit über das ganze Jahr. Eva Lechner vom Team COLNAGO-Farbe-Südtirol krönt mit WM-Bronze im Eliterennen ihre persönliche und die Erfolgsbilanz des Teams. Teamkollegin Nathalie Schneitter aus der Schweiz wird Fünfte. Zuvor hatten beide für ihre Nationalteams (Italien und Schweiz) im Teamrennen Bronze und Silber gewonnen. Vivienne Meyer fährt ein beherztes U-23-Rennen und wird trotz schwerem Sturz noch Siebente und damit beste Schweizerin. Julia Innerhofer holt bei den Juniorinnen gleich zum WM-Auftakt sensationell Bronze.

 

Erfolg des gesamten Teams

„Es ist nie das Verdienst nur eines Einzelnen, sondern immer eines gesamten Teams, mit Mechanikern, Therapeuten und vor allem mit der Unterstützung von Sponsoren, Partnern und der Fans, wenn es den großen Erfolg gibt“, sagt COLNAGO-MTB-Team-Manager Edmund Telser bescheiden. Dabei ist er es doch, der tagein, tagaus für das Team unterwegs ist. Ihm war die persönliche Freude nach dem grandiosen Einzelrennen von Eva Lechner beim WM-Elitebewerb der Frauen im Cross Country dann aber mehr als anzusehen. „Eine Medaille hatte ich mir zwar erträumt, aber da muss halt schon alles perfekt passen. Du musst fit sein, darfst keine Defekte haben und musst auch intelligent fahren“, sagt er nun mit Erleichterung. Natürlich war man in die Schweiz gefahren und hatte mehr als nur gehofft. Denn dort in Champéry, einem 1.200 Seelenort mit beeindruckender Tourismusgeschichte in der französischen Schweiz (Kanton Wallis), war bereits 2010 der große Coup geglückt. Nathalie Schneitter war ein tolles Rennen gefahren und konnte es vor ihrer Teamkollegin, Eva Lechner grandios gewinnen. Es war der erste Weltcupsieg für Nathalie Schneitter im Elitebereich und Eva Lechner schlüpfte anschließend sogar ins Führungstrikot des Weltcups. Rahmenbauer Ernesto COLNAGO lies es sich daraufhin nicht nehmen, ein eigenes Weltcupbike bereitzustellen, mit Sonderlackierung in den Weltcupfarben und dem Namen „EVA“ drauf.

 

Riesenstimmung bei Fans und Familien

Und die Rückkehr nach Champéry hat sich für das Team mehr als gelohnt. Das Eliterennen der Damen am Samstag, 3. September mit offiziellem Start um 13:30 Uhr war dann auch der Höhepunkt für das gesamte Team. Eva Lechner und Nathalie Schneitter standen in den vordersten Startreihen, mit den Nummern sechs und elf. Mit ihnen an der Strecke mehrere tausend Zuschauer (neben einem Vielfachen an Zusehern daheim im Schweizer-Fernsehen und RAI-Sport) bei herrlich sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen. Darunter auch der große Fanclub von Nathalie Schneitter, mit über 100 Fans vor Ort und ihren Eltern, begleitet von Kuhglocken und Alphornbläsern. Dass es somit eine weltmeisterliche Stimmung gab, muss nicht weiter beschrieben werden. Überall an der Strecke waren sie vertreten, die Fans mit roten T-Shirts und Fahnen und zeigten ihre Begeisterung für Eva und Nathalie. Mit an der Strecke und mit entsprechendem Herzklopfen war auch die Familie von Eva Lechner, eigens aus Eppan in der Nähe von Bozen angereist. Roland Lechner, Evas Vater und seine Frau Ingrid waren in ihrer Jugendzeit selbst erfolgreiche Sportler. Vor allem Ingrid hat einige Landes- und Regionalrekorde im Querfeldeinlaufen vorzuweisen. Damit wurden Eva die Sportgene sozusagen direkt in die Wiege gelegt. Ihre Schwester Tabea ist ebenfalls ein großes Sporttalent, auch auf dem Rad. Ruben Lechner, jüngster Bruder von Eva spielt Fußball und ist Fan von Manchester United. Auch er war vor Ort, vergaß kurz all seine Fußballeuphorie und drückte fest die Daumen für seine Schwester.

 

Freudentränen am Podium – Rennen wie ein Krimi

Das WM-Rennen um das begehrte Regenbogentrikot gestaltete sich für das COLNAGO-Team dann wie der spannendste Krimi. Hier der Versuch einer Rekonstruktion. Um die Mittagszeit kamen Eva Lechner und Nathalie Schneitter in das Camp des COLNAGO-Teams, nachdem sie zuvor bei ihren Nationalbetreuern gewesen waren. Vor allem Eva war voll des Optimismus und meinte lächelnd: „Jetzt kann es dann aber von mir aus losgehen, denn sonst werde ich noch nervös.“ Danach folgte eine Aufwärmphase am Teamstand. Team-Manager Edmund Telser gab letzte Tipps und Anweisungen. Auch die beiden Teamkolleginnen, U-23-Fahrerin Vivienne Meyer und Juniorin Julia Innerhofer waren gekommen und wünschten viel Erfolg. Team-Präsident Erminio Bolgiani war aus Mailand angereist. Mechaniker Norbert Platzgummer bereitete die Räder vor und kurz vor 13 Uhr begab man sich zum Startbereich. Als dann der Startschuss erfolgte, setzte sich Eva Lechner sofort mit an die Spitze, fuhr konstant mit den Besten mit und wurde von Runde zu Runde immer besser. War sie in der ersten Runde noch auf dem dritten Platz (mit 21 Sekunden Rückstand) über die Ziellinie gefahren (hinter der späteren Siegerin Catharin Pendrel aus Kanada und der amtierenden Weltmeisterin Maja Wloszczowska aus Polen), so war sie in der zweiten von insgesamt sechs vollen Runden (zu je 4,3km) schon auf Rang Zwei, also zwischenzeitlich „Vize-Weltmeisterin“ sozusagen. Die Spannung stieg immer mehr. Vor allem der gefürchtete Sprung in der sogenannten „Höllenzone“ machte seinem Namen alle Ehre. Während viele Rennfahrerinnen mehr als Mühe und Angst hatten, diesen zu bezwingen, sprangen Eva Lechner und auch Nathalie Schneitter dort stets souverän drüber. Man muss dort nur einmal davor stehen, dann weiß man, was das heißt. Nicht zuletzt gelten diese Passage und der gesamte Kurs in Champéry als eine der härtesten Rennstrecken überhaupt in der MTB-Weltcupszene. Maja Wloszczowska und Eva Lechner lieferten sich in der Folge einen ehrgeizigen Fight. Einmal zog Eva leicht davon, dann war wieder Maja im Kommen. Bis diese schließlich in der vorletzten Runde im entscheidenden Anstieg an Eva vorbeizog und nicht mehr einzuholen war. Doch Eva Lechner lies sich von dieser Attacke nicht einschüchtern und fuhr souverän bis zum Ende auf dem dritten Platz mit 1’35” Minuten ins Ziel. „Dabei hatte ich am Ende schon Krämpfe, denn das Rennen war so lang,“ sagte Eva kurz nach Zieleinlauf. Dort war die ehemalige Doppelolympiasiegerin aus Italien, Paola Pezzo, erste Gratulantin. Sie ist im italienischen Nationalteam für die MTB-Damen zuständig. Im Jahr 2000 hatte sie als Letzte eine WM-Einzel-Medaille für Italien geholt, damals Bronze in Sierra Nevada (Spanien). Am Podium kamen Eva Lechner dann vor Freude die Tränen über diesen bislang größten Erfolg ihrer Karriere. Team-Kollegin Nathalie Schneitter war ebenfalls ein grandioses Aufholrennen gefahren und kam von ihren heimischen Fans frenetisch gefeiert als Fünfte ins Ziel.

 

Vivienne Meyer und Julia Innerhofer komplettieren Teamerfolg

Dass sich das Team um seine Nachwuchsarbeit keine Sorgen zu machen braucht, hatten zuvor bereits Julia Innerhofer mit WM-Bronze bei den Juniorinnen und die Schweizerin Vivienne Meyer mit ihrem beherzten U-23-Rennen gezeigt. Dabei hatte vor allem die sympathische junge Vivienne Meyer Pech und hätte vielleicht sogar einen Spitzenplatz, wenn nicht noch eine Medaille einfahren können. Kurz nach der dritten Runde im U-23-Rennen (zuvor zweitweise auf Platz Drei liegend) passierte es. Nach geglücktem „Höllensprung“ war Vivienne das Vorderrad verrissen. Sie stürzte schwer und konnte kurzzeitig nicht einmal mehr weiterfahren. Das Knie war geprellt und auf den Wurzelpassagen keine Erholung möglich. Dennoch biss Vivienne die Zähne zusammen, rappelte sich auf und kämpfte weiter. Inzwischen auf den 9. Platz zurückgefallen, war es ihr noch möglich, zwei Fahrerinnen zu überholen und am Ende auf den siebten Rang (hinter der Favoritin und Siegerin Julie Bresset) die Ziellinie zu überqueren. „Diesen Schwung nehme ich nun mit in die neue Saison“, sagte sie zwei Tage später bereits wieder erholt und voller Optimismus.

World Cup Val di Sole 20.08.11

Man merkt, langsam aber sicher geht die Saison 2011 ihrem Ende entgegen. Das letzte World Cup Rennen der Saison gehört nun auch schon der Vergangenheit an.

Nach einer gemütlichen und erholsamen Woche, die ich bei meiner Teamkollegin Eva Lechner im schönen Südtirol verbringen durfte, reisten wir am Donnerstag nach Val di Sole. Die Strecke schien mir sehr entgegen zu kommen. Die vielen steilen Aufstiege waren zwar sehr anstrengend, aber für mich als „piccolina“ eher vorteilhaft. Auch die restlichen Vorbereitungen auf den letzten World Cup liefen bestens. Das einzige Besondere an diesem Rennen war die Startzeit. Bis anhin war der Start der U23 Frauen Kategorie vormittags, jeweils fünf Minuten nach den Elite Damen. Dieses Mal sollte der Startschuss erst um 16:30 erfolgen. Viel, viel Zeit, die man sich um die Ohren schlagen muss. Der Vorteil war, dass die Temperatur im Vergleich zu den anderen Kategorien viel angenehmer war. Zwar montierte ich trotzdem noch mein Ice-Shirt von Skins, so heiss wie über Mittag war es jedoch nicht mehr. Und auch in Anbetracht der WM, wo wir ebenfalls erst am Donnerstag um 17:00 starten werden, war dieses Rennen der ideale Test. Die lange Wartezeit war schliesslich gar nicht so schlimm, wie ich dachte. 31 U23 Fahrerinnen waren am Start, ready to race! Zu Beginn des Rennens versuchte ich zwar gleich vorne dabei zu sein, wollte mich jedoch lieber noch etwas zurückhalten. Die ersten zwei Runden hatte ich ziemlich Mühe, fand dann aber in den weiteren zwei Runden meinen Rhythmus. In diesen zwei letzten Runden war mein Rennrhythmus wieder da. Ein super Gefühl. In der letzten Runde sah ich Rang sechs und fünf wenige Sekunden vor mir. Um sie noch einzuholen reichte es jedoch nicht mehr und so erreichte ich nach 1:14:57 als Siebte das Zeil. Mit diesem Resultat bin ich sehr zufrieden und es zeigt nochmals, dass es vorwärts geht. Schon in Nove Mesto spürte ich, wie sich meinem Renngefühl allmählich verbessert. In Val di Sole lief `s dann sogar noch etwas besser. Grazie mille an alle Zuschauer, die mich angefeuert haben! Und ein riesen Dank gilt auch meinem Team für die super Betreuung! Bin so dankbar in einem solchen Team fahren zu können!

Nun kommt noch eine Vorbereitungswoche bevor es dann heisst: World Championship in Champéry!!!!!

 

Teamnews by Bernhart Josef

Eva Lechner unter den besten fünf Mountainbikerinnen der Welt

Eva Lechner ist in Italiens Mountainbike-Elite eine Klasse für sich. Daran besteht schon seit Jahren kein Zweifel. Doch auch weltweit ist Eva Lechner top. Dies zeigte sie erneut beim Cross-Country-Rennen der MTB-Elitedamen in Commezzadura (Val di Sole). Mit Nummer 5 gestartet, stand diese Nummer am Ende auch für ihre Endplatzierung im Rennen sowie im Gesamtweltcup (mit insgesamt 808 Punkten). Dabei waren die Bedingungen für die Fahrerinnen alles andere als optimal. Im Sonnental war der Sommer so richtig zurückgekehrt, bei Temperaturen über 30 Grad und kaum Wolken am Himmel. Dies freute zwar die Fans, doch weniger die Athletinnen. Um 12.58 Uhr, also genau um die heißeste Tageszeit, war es jedoch auch für die Rennfahrerinnen vorbei. Catharine Pendrel aus Kanada gewann das Rennen über fünf Runden (zu je 4,5km) sowie eine Eröffnungsrunde (von 1,2km) in der Zeit von einer Stunde, 25 Minuten und 7 Sekunden, gefolgt von Maja Wloszczowska aus Polen (29 Sekunden zurück) und der Norwegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (42 Sekunden zurück). Dahinter folgten die Weltcupführende Julie Bresset aus Frankreich sowie Eva Lechner. „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis“, sagte Team-Manager Edmund Telser unmittelbar nach Zieleinlauf, „wenn man bedenkt, dass sowohl Eva Lechner als auch Nathalie Schneitter eine Reifenpanne zu beheben hatten.“

 

 

Nathalie Schneitter fiebert Heim-WM entgegen

Der Defekt war es in erster Linie auch, der der Schweizerin Nathalie Schneitter, ihres Zeichens nationale Meisterin (genauso wie Eva Lechner für Italien) einen Strich durch die Rechnung machte. Auch sie hatte gehofft, zum Saisonabschluss unter die Top-Ten zu fahren. Am Ende reichte es für Nathalie Schneitter aber trotz Panne immer noch für den guten 15. Rang. Sie ist es jetzt, die ganz besonders auf die kommenden Weltmeisterschaften Anfang September hin fiebert, finden diese doch in ihrer Heimat Schweiz statt. Und damit nicht genug. Der Austragungsort ist Champery, also genau der Ort bzw. jene Rennstrecke, wo Nathalie Schneitter im vergangenen Jahr ihren ersten Eliteweltcupsieg einfahren konnte. Ihre Team-Kollegin Eva Lechner wurde übrigens grandiose Zweite in diesem für das COLNAGO-Team ganz besonders erfolgreichen Rennen der vergangenen Saison.

 

 

Vivienne Meyer hoffnungsvoll

Jung, sympathisch, und top-konzentriert. Das ist die ambitionierte Nachwuchsfahrerin im COLNAGO-Team Vivienne Meyer aus der Schweiz. Sie ist Jahrgang 1990 und startet somit noch bei den U-23-Fahrerinnen. Um 16:30 Uhr war es auch für sie soweit. Im Rennen um die besten Nachwuchsfahrerin ging Vivienne Meyer mit der Startnummer 116 ins Rennen. „Am Beginn war es sehr hart, ich habe so richtig gekämpft. Doch dann ging es immer besser und am Ende hatte ich einen richtig guten Lauf“, erzählte Vivienne total happy im Ziel. Happy sein konnte sie auch. Denn als beste Schweizerin kam sie am Ende als Siebente ins Ziel und hat damit wohl die Weltmeisterschaftsqualifikation mehr als erreicht. „Das ist natürlich für uns ein super Team-Ergebnis“, sagt Edmund Telser und fügt hinzu: „wenn das so weitergeht mit Vivienne, dann wird sie uns noch viel Freude bereiten“.

 

 

Juniorinnen in den Startlöchern

Dass der Nachwuchs nie aus den Augen zu verlieren ist, zeigt nicht nur die aufstrebende Erfolgsbilanz von Vivienne Meyer. Das COLNAGO-Pro-Team-führt in Zusammenarbeit mit dem Mountainbike-Center Südtirol um Manuel Gschnell hoffnungsvolle Nachwuchstalente langsam an professionelle Rennbedingungen heran. So werden im laufenden Jahr auch die Juniorinnen Julia Innerhofer und Lisa Rabensteiner mit betreut und konnten schon beachtliche Erfolge aufweisen. Auch sie werden noch heuer bei den Weltmeisterschaften in Champery mit dabei sein und so Südtirols Mountainbikesport würdig und mit ambitioniertem Blick in die Zukunft vertreten.

World Cup Nove Mesto 14.08.11

Mein Rückblick auf den World Cup in Nove Mesto: super Organisation, geile Strecke, riesige Zuschauermenge. Am Donnerstag reisten wir an, um uns mit der Strecke des zweitletzten World Cups bekannt zu machen. Sehr sympathisch, kann ich nur sagen.;) Während dem Short Race am Freitagabend hatte ich leider nicht so Glück, fiel ich doch tatsächlich bei beiden Läufen aus dem Klickpedal. Dennoch halfen mir die kurzen Intensitäten, die am Short Race gefragt sind, mich wieder etwas an den Rennrhythmus zu gewöhnen. Am eigentlichen Rennen der U23 Kategorie am Sonntag lief `s dann einiges besser. Ich erwischte einen guten Start und befand mich nach der Startrunde unter den Top5. Während den nächsten zwei Runden hatte ich jedoch immer wieder Mühe, die Elite Frauen Fahrer zu überholen. Teilweise war das fast unmöglich. Immer wieder bildeten sich Staus, die einem zwangen vom Rad zu steigen und zu rennen. Es war mühsam. In den letzten drei Runden schien es sich aber zu bessern und so konnte ich mich voll auf mein Rennen konzentrieren. Es gelang mir sogar mich gegen Ende des Rennens zu steigern. Schlussendlich überquerte ich als Achte die Ziellinie, ein Resultat, mit dem ich durchaus zufrieden bin. Klar spürte ich während dem Rennen, dass mir der Rennrhythmus eindeutig noch etwas fehlte. Doch ich denke, dass sich mein Körper nur schon mit diesem Rennen wieder etwas mehr ans Leiden gewöhnte, was zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ansonsten fühlte ich mich gut. Meine Beine waren schnell und hatten so richtig Lust, Gas zu geben. Sie müssen sich nur noch etwas daran gewöhnen, so richtig auf die Zähne zu beissen, dann kommt` s nächstes Mal bestimmt besser.

Meinen Teamkolleginnen gratuliere ich noch ganz herzlich zu ihren Spitzenresultaten! Und Julia, Edi, Lucky und Norri danke ich vielmals fürs betreuen! War wieder einmal ein super Erlebnis!

 

Trainingslager im Südtirol 25.-29.07.11

Ich blicke auf eine tolle Woche zurück, in der ich von vielen Technik-, Ausdauer- und Schnelligkeitstrainings profitieren konnte. Am Montag flüchtete ich zusammen mit Nathi aus der verregneten Schweiz ins schöne Südtirol. Zwar blieb auch hier der Regen nicht aus, die Temperaturen waren dennoch viel angenehmer. Wir durften uns im schönen Style- und Spahotel Lindenhof niederlassen, von wo aus wir jeweils unsere Trainings starteten. Zwar hatte ich mich vom vielen Schweizer Regen etwas verkühlt, die Trainings konnte ich aber dennoch ohne Einbussen an Qualität absolvieren. Den Abschluss des Trainingslagers bildeten ein Durchgang durch den Seilpark in Ladurns, sowie ein kurzer Workshop, der wie folgt aussah: Es wurden zwei Gruppen gebildet, die eine beinhaltete alle Betreuer, die andere alle Fahrerinnen. Es hiess also Supporters against Riders. Die Aufgabe die wir zu bewältigen hatten, sah wie folgt aus: Beide Gruppen sollten mit dem zur Verfügung stehenden Material eine Seilbahn über einen Fluss bauen. Ziel war es, alle Teilnehmer einer Gruppe trocken und heil über den Fluss zu bringen. Na super, dann Mal los. Wenn ich ehrlich bin, glaubte ich zunächst nicht daran, dass wir diesen Wettstreit gewinnen konnten. Schliesslich weiss man, dass Männer in solchen Sachen sehr begabt sind. Doch schlussendlich zeigte sich, dass unser Vorgehen äusserst clever und unser Teamgeist unglaublich stark war. Und so darf ich verkünden, dass wir (Eva, Nathi, Julia, Lisa) unsere Betreuer schlagen konnten. Echt toll oder? Ich glaube, das hat unseren Teamgeist sogar noch stärker gemacht, als er schon ist;)

Nun bin ich um einige Erfahrungen und Erlebnisse reicher, meine Beine sind um einige Kilometer stärker und dafür möchte ich meinem Team ganz herzlich danken! Meinen Teamkolleginnen Eva, Nathi, Julia und Lisa wünsche ich viel, viel Glück und Erfolg an der Europameisterschaft! Freue mich schon, euch am World Cup in Nove Mesto wieder zu sehen!

 

Swiss Championship Plaffeien 17.07.11

Dem diesjährigen U23 Frauen SM-Podest gratuliere ich ganz herzlich! Auch wenn ich selbst am liebsten dort oben gestanden hätte, Lorraine, Michelle und Sabrina haben ihre hart erkämpften Medaillen echt verdient!

Schon am Freitag reiste ich mit meinem Team an, um die SM Strecke zu besichtigen. Wie auch schon letztes und vorletztes Jahr sollten die Plaffeier–trails auch dieses Jahr in Rutschpartien verwandelt werden. Denn der Regen kam, dass war sicher. So konnte man sich zwar auf der Streckenbesichtigung alles gut einprägen, am Sonntag war dann aber doch alles anders. An der diesjährigen Schweizermeisterschaft ging ich ohne grosse Erwartungen an den Start. Mir war bewusst, dass ich wegen der absolvierten Matura, nicht optimal auf dieses Rennen vorbereitet war. Und dennoch war ich bereit, mein Bestes zu geben. Das U23 Frauen Rennen startete 12:02 Uhr. Den Startaufstieg, der mir sonst immer gelegen kam, versuchte ich gleich zu nutzen und wollte ihn zügig durchziehen. Doch schon da zeigte sich, dass meine Form nicht so gut war, wie die meiner Konkurrentinnen. Ich gab alles was ich konnte und dennoch fiel ich bis zum höchsten Punkt der Strecke auf Platz vier zurück. Ein Sturz in der Abfahrt verwies mich noch einen weiteren Platz zurück. Zwar sah ich die Spitze vor mir, doch ich spürte, dass mir der Rennrhythmus, die Fähigkeit sich so richtig zu quälen, noch eindeutig fehlte. Ich konnte mich noch so anstrengen, die Lücke war nicht mehr zu schliessen. So fuhr ich also mein eigenes Rennen, musste in der letzten Runde wegen der defekten Bremse einige Abfahrten zu Fuss gehen und überquerte dann schliesslich die Ziellinie als Fünfte. Natürlich war ich enttäuscht, doch es sollte dieses Mal einfach nicht so sein. Die Maturprüfungen hatten während der ersten Hälfte der Saison ganz klar Priorität. Zwar darf ich mich glücklich schätzen, nun endlich die Matura im Sack zu haben, musste aber dennoch einige wichtige Rennen und Trainings auslassen. So hat alles Gute auch seine Schattenseite. Es ist nun auch klar, dass ich auf die Teilnahme an der Europameisterschaft verzichten werde. Ich werde diese Zeit gut nutzen, um mich auf die darauf folgenden Welt Cup`s vorzubereiten. Somit hat auch alles Schlechte seine guten Seiten.

Meinen Teamkolleginnen haben wieder Mal gezeigt, was sie drauf haben. So haben wir nun eine Schweizer- und eine Italienische Meisterin im Team! Bin echt stolz auf euch!! ;)

 

Teamnews by Bernhart Josef

Siege in Italien und der Schweiz: COLNAGO-Team Südtirol „Mehrnationenmeister“  

18.07.2011 | „So haben wir uns die Rückkehr in die Heimat vorgestellt, mit klaren Siegen“, sagt Team-Manager Edmund Telser. Die Freude ist dem sympathischen Südtiroler förmlich ins Gesicht geschrieben. Nachdem die Reise zu den beiden Weltcups in Amerika nicht so erfolgreich verlaufen war wie erwartet, sind die Damen des MTB-Pro-Teams COLNAGO-Farbe-Südtirol nun in ihrer jeweiligen Heimat souverän nationale Meisterinnen geworden. 


Eva ist „Miss Italien“ Für Italien hat die Südtirolerin Eva Lechner aus Eppan keine Zweifel aufkommen lassen, wer auf dem Mountainbike im Cross-Country-Elitebewerb die Nummer 1 in Italien ist. „Ich habe vorher nicht zu viel darüber gesprochen und mich einfach hundertprozentig konzentriert, um den Italienmeistertitel heimzuholen“, strahlt Eva Lechner nach ihrer eindrucksvollen Siegesfahrt in Peio in der Provinz Trient. Die insgesamt 22km Rennstrecke absolvierte Eva Lechner in 1 Stunde und 33 Minuten und 35 Sekunden. Wie eindrucksvoll das ist, zeigte der Abstand der zweitplatzierten Serena Calvetti, die im Ziel 4 Minuten und 41 Sekunden Rückstand aufwies. Calvetti war dafür bei den Frauen-U23 die Schnellste und wurde somit zum zweiten Mal in Folge Italienmeisterin in dieser Kategorie. Doch das eigentlich beeindruckende Ergebnis ist die über Jahre hinweg bestehende Konstanz von Eva Lechner. Insgesamt schon sieben Mal hat Eva inzwischen bisher das nationale Meistertrikot in Grün-Weiss-Rot überstreifen können. Sie war 2001 Italienmeisterin bei der Jugend, 2005 und 2006 bei den Juniorinnen und seit 2009 und somit zum dritten Mal in Folge ist Eva Lechner Italiens unangefochtene Elitefahrerin, im Cross Country wie im Marathonbewerb.


Nathalie „trägt Schweiz“ Während Eva Lechner in Peio stolz die italienische Fahne hochhalten konnte, ging es auch in der Schweiz um das begehrte Nationaltrikot. Auch hier gab es keinen Zweifel über den COLNAGO-Teamsieg. Elitefahrerin Nathalie Schneitter war eine Klasse für sich. Das Rennen in Plaffeien Nähe Fribourg ging an die ambitionierte Fahrerin aus dem kleinen Ort Lommiswil am Jurasüdfuß. In einer wahren Schlammschlacht konnte sich Nathalie Schneitter in der vorletzten von insgesamt fünf schwierigen Runden entscheidend von ihrer Verfolgerin Esther Süss absetzen und die Ziellinie jubelnd überqueren.


Vivienne ist wieder da Während Nathalie Schneitter ganz oben auf dem Podest stand, hat auch ihre Landsfrau und Teamkollegin Vivienne Meyer wieder Rennluft geschnuppert und Lust auf neue Siege bekommen. Das Nachwuchstalent des COLNAGO-Teams-Südtirol, selbst noch dreifache Schweizer Meisterin 2008 (MTB; Ciclocross und Straße) ist nach bestandenem Abitur bei den diesjährigen Schweizer Meisterschaften zwar nicht ganz so erfolgreich ins Ziel gekommen (sie wurde Fünfte in der U23-Wertung) wie Nathalie Schneitter, war aber trotzdem zufrieden und blickt hoffnungsvoll auf die nächsten Rennen. Trotz Einberufung in das Nationalteam bei den kommenden Europameisterschaften, wird Vivienne Meyer auf einen EM-Einsatz verzichten, um sich optimal auf die verbleibenden Weltcuprennen vorzubereiten.


Jugend wächst heran „Besonders stolz machen uns auch die Erfolge der jungen Nachwuchsfahrerinnen, die mit dem Material unserer technischen Sponsoren fahren“, ergänzt Team-Manager Edmund Telser und meint damit die beiden Juniorinnen Julia Innerhofer und Lisa Rabensteiner vom SV St. Lorenzen. Sie waren ebenfalls bei den Italienmeisterschaften in Peio gestartet und erfolgreich. Julia Innerhofer siegte in ihrer Kategorie und gewann das Nationaltrikot, ihre Vereinskollegin Julia Rabensteiner komplettierte den tollen Erfolg des Teams mit Rang 3.

World Cup Offenburg, GER 29.05.11

Endlich läuft`s wieder! Nach einem „missglückten“ Rennen in Dalby Forest geht’s nun wieder Berg auf!

Auf Offenburg kann man sich jedes Jahr freuen. Kein anderes Rennen kann diesem Event das Wasser reichen und auch die Strecke macht einfach Spass. Dieses Jahr ging ich jedoch mit gemischten Gefühlen an das Rennen. Einerseits verbinde ich den Welt Cup in Offenburg gedanklich mit meinem Erfolg als Juniorin (2x 2. Rang), was mir grundsätzlich ein Gutes Gefühl gibt. Andererseits hatte der Welt Cup in Dalby Forest schon einen schlechten Einfluss auf meine Gedanken. Dieses Mal wollte ich es besser machen. Dafür musste ich jedoch zuerst wissen, wo im letzten Rennen das Problem lag. Es stellte sich schliesslich heraus, dass es wahrscheinlich an der mangelnden Rennverpflegung lag. Und so war es dann auch. Während dem Rennen achtete ich auf meine Verpflegung, nahm Gels, trank viel und siehe da, das Rennen lief viel besser als in Dalby. Mit dem sechsten Rang bin sehr zufrieden. Es tut so gut zu sehen, dass ich es doch noch kann! ;)

Eva gab dieses Wochenende voll Gas: Am Freitagabend belegte sie den zweiten Rang im Sprintrennen und am Sonntag holte sie sich dann noch den dritten Platz! Brava Eva! Nathi lief es diesmal leider nicht ganz nach Wunsch. Das nächste Mal klappt`s aber bestimmt!

Mein Bruder hatte etwas Pech. Am Samstag wurde er von einer Biene auf die Stirn gestochen und durfte dann an diesem Tag nicht mehr weiter trainieren. Am Sonntag war er dann vorerst gut dabei, musste aber das Rennen schlussendlich aufgeben.

Meinem Team möchte ich ganz herzlich danken! Danke Edi, Lucky und Manu! Ihr seid die Besten! Und vielen Dank auch fürs Verpflegen, Lisa und Julia! Timmy und Ulli: Schön dass ihr dabei wart!

 

 

Nun werde ich eine kleine Rennpause einlegen, damit ich mich voll auf die Maturaprüfungen konzentrieren kann. Am 01.07.11 ist dann endlich finitooooo!!! :)

 

World Cup Dalby Forest, GBR 22.05.11

Auch das zweite Welt Cup Rennen dieser Saison war enttäuschend für mich. Obwohl ich ein gutes Gefühl hatte und ich mich auf der Strecke wohl fühlte, wollte es auch dieses Mal nicht klappen. Am Sonntag um ca. 10:50 erfolgte der Start der U23 Kategorie. Da ich lange nicht in meine Klickpedale kam, verlor ich einige Plätze, die es dann wieder aufzuholen galt. Ich hatte jedoch super Beine und konnte vor allem im langen Aufstieg viele Plätze gut machen. In der zweiten, der vier Runden befand ich mich schliesslich auf Rang fünf. Bis dahin lief alles gut, doch dann kam das Unerklärliche. Meine Beine waren plötzlich sauer, die Waden verkrampften, meine Atmung erhöhte sich, vom einen auf den anderen Moment fühlte ich mich, als könnte ich nicht mehr weiterfahren. Mein Körper schien sich davon nicht mehr erholen zu wollen. Immer mehr Fahrerinnen holten mich ein. Bis zum Schluss fiel ich bis auf Platz 14 zurück. Die Tatsache, dass ich zwar vorne auf Rang fünf war und dann wieder zurück auf Rang 14 fiel, ist enttäuschend und ich kann mir das nicht ganz erklären. War es einfach ein schlechter Tag oder stimmt etwas nicht? Ich hoffe nun, dass es in Offenburg wenigstens etwas nach oben geht, denn es ist hart, so lange im Loch zu sitzen.

 Meinen Teamkolleginnen schlugen sich bestens: Nathi holte sich den Sieg im Sprintrennen am Freitagabend und Eva fuhr am Sonntag auf den super vierten Platz. Congratulation gils!!!! Und zum Schluss noch ein grosses Dankeschön an unsere Betreuer! Es ist einfach unglaublich, was ihr alles für uns leistet!

 

Bike Days Solothurn 07.05.11

Am Freitagabend um 19:00 Uhr startete das Sprintrennen der Solothurner Bike Days. Im ersten Durchlauf schien ich das Pech von Südafrika noch nicht endgültig abgeschüttelt zu haben, denn schon nach kurzer Zeit musste ich wegen einem Platten aus dem Lauf ausscheiden. Ein riesiger Nagel ragte noch aus dem Reifen. Damit liess sich keine zweite Runde fahren. Doch ich hatte Glück und durfte dennoch am kleinen Final, in dem es um die Plätze fünf bis acht ging, mitfahren. In diesem zweiten Durchlauf erwischte ich einen super Start und konnte mich gleich in Führung setzen. Da diesmal 3 ½ Runden zu fahren waren, musste ich das Ganze etwas einteilen und wurde dann in der letzten Runde noch von Esther Süss und Johanna Tech eingeholt. Johanna konnte ich zuletzt doch noch überholen und erreichte somit den sechsten Rang. Es machte wirklich Spass! Bei den Frauen gewann meine Teamkollegin Nathalie Schneitter, vor Eva Lechner und Kathrin Leumann.

Das Rennen am Samstag startete erst um 13:30 Uhr. Der Start verlief recht gut und so konnte ich mich bis zum Waldstück in der Spitzengruppe einreihen. Im Aufstieg und in der darauf folgenden Abfahrt setzten sich dann die Spitzenathletinnen ab. Zusammen mit Jane Nüssli und Helen Grobert befand ich mich auf Platz zehn bis zwölf. Ich war sehr froh, dieses Jahr in der Fläche nicht alleine gegen den Wind kämpfen zu müssen. So konnten wir uns doch gegenseitig etwas helfen. In der zweitletzten Runde begann ich dann Mühe zu bekommen, konnte aber glücklicherweise noch an Jane dran bleiben. Erst in der letzten Runde musste ich sie ziehen lassen, da ich nun wirklich einen kleinen Einbruch erlitt. Zum Schluss erreichte ich den 12. Rang. Nathi eroberte sich den zweiten Platz und Eva schaffte es trotz einer Platte auf Rang sechs. Hinsichtlich der Strecke, die mir wegen den langen Flachstücken nicht wirklich liegt, bin ich mit meinem Resultat durchaus zufrieden. Ich spüre, dass der Rennrhythmus und die Spritzigkeit immer mehr kommen. Das gibt mir ein gutes Gefühl, die anfängliche Unsicherheit verfliegt und ich beginne wieder so richtig Freude an der Sache zu bekommen. :)

Ich möchte mich ganz herzlich bei meinem Team für die, wie immer, super Unterstützung und Betreuung bedanken! Und auch der Family Schneitter danke ich, für die angenehme Unterkunft!

 

World Cup Pietermaritzburg, South Africa 23.04.11

Auf das erste Weltcup Rennen in Pietermaritzburg kann ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück blicken.

Die Strecke, die nur eine wirklich technische Stelle hatte und zum grossen Teil aus Singletrails bestand, gefiel mir sehr gut. Auch körperlich konnte ich nicht klagen. Ich fühlte mich fit und hatte gute Beine. Am Samstag startete zwei Minuten nach den Elite Damen die U23 Kategorie. Zu Beginn konnte ich gut vorne mitmischen und versuchte danach, immer weiter nach vorne zu gelangen. Doch genau hier in der Anfangsphase des Rennens machte sich der fehlende Rennrhythmus spürbar. Ich befand mich zwar in den Top10, der wichtige Kick um ganz nach vorne zu kommen, fehlte jedoch noch. Als wir in der ersten Runde zum Rockgarden (der einzigen technischen Stelle) kamen befand ich mich ca. auf Rang 7. Doch dort herrschte reges Chaos. Als ich versuchte meine Linie zu fahren, zwang mich eine weitere Fahrerin, die zu Fuss unterwegs war, ebenfalls abzusteigen. So verlor ich einiges an Zeit und auch an Rängen. Denn sogar die Fahrer, die die Chickenline (einfachere Linie) wählten, überholten uns an dieser Stelle. Nun begann die Aufholjagd. In der dritten Runde konnte ich mir den fünften Platz sichern. Doch dann geschah`s! In der letzten Kurve des Rockgardens stürzte ich und schlug mit meinem Mund auf einem Stein auf. Schock! Sind die Zähne noch drin? Wie schlimm ist es? Ich wusste nur, dass es verdammt blutete. Im Sanitäterposten wusste ich immer noch nicht genau, wie schlimm es ist. Doch dann war klar, dass ich ins Spital gehen musste und dort schliesslich meine untere Lippe mit zwei Stichen genäht werden musste.

Ja, das ist die dunkle Seite. Die positive Seite zeigt mir aber, dass ich für mein zweites Rennen der Saison, gar nicht mal so schlecht dran war. Natürlich hätte in der letzten Runde immer noch viel passieren können. Aber mit dem fünften Platz, auf dem ich mich bis zum Sturz befand, wäre ich durchaus zufrieden gewesen. Und wenn dann noch etwas mehr Renne dazu kommen, wird’s auch nochmals besser werden. Ich bin jedenfalls froh, dass alle Zähne noch drin sind, nichts gebrochen ist und ich so problemlos weiter trainieren kann.

Ein grosses Dankeschön an mein Team! Thank you Carla, Edi & Manu!

 

Bundesliga Cup in Münsingen 17.04.11

Mein Start in die Saison 2011 war nicht sehr gut, aber auch nicht sehr schlecht. Es war, sagen wir mal, OK.

Am Samstag reiste ich zusammen mit meiner Teamkollegin Nathalie Schneitter nach Münsingen, um dort die Strecke zu besichtigen und danach am Sprintrennen teilzunehmen. Zuvor bin ich erst einmal ein Sprintrennen gefahren, welches jedoch viel kürzer war, da es nicht so viele Fahrerinnen am Start hatte. Man könnte also fast sagen, das war mein erstes „richtiges“ Sprintrennen. Ich war zwar nicht so schnell, sehe es aber als kurze intensive Trainingseinheit, die mir sicherlich etwas gebracht hat. Zwar waren die einzelnen Sprints immer schnell vorbei, doch dennoch dauerte das Ganze gute drei Stunden, was ich am Sonntag schon noch etwas spürte.

Am Sonntag um 12:15 Uhr viel der Startschuss der Elite und U23 Damen. Ich habe mir für dieses Rennen vorgenommen einfach mein Bestes zu geben und wirklich voll zu beissen. Zu beginn ging das auch ganz gut. Bis zum höchsten Punkt war ich noch gut dabei, doch dann spürte ich, dass ich einfach nicht mithalten konnte. Schon im Rückweg zum Ziel viel ich einige Ränge zurück. Danach fuhr ich die nächsten fünf Runden mein Tempo, wobei ich zwar noch versuchte mich zu quälen, dass aber nicht wirklich konnte. Ich fühlte mich eigentlich gut, hatte keine Beschwerden und auch die Beine waren nicht schlecht. Und trotzdem, es ging einfach nicht mehr.

Mit dem 22.Rang bin ich nicht wirklich zufrieden. Ich muss mir jedoch eingestehen, dass nicht viel mehr zu erwaten war, da es sich hier ja um mein erstes Rennen der Saison handelte. Mit jedem Rennen, das kommt, werde ich etwas mehr Rennrhythmus gewinnen und hoffentlich auch schneller werden. ;) Auf das nächste Rennen freue ich mich jedenfalls total: World Cup Pitermaritzburg in Süd Afrika!!!! :)

Erstes Rennen der Saison

Endlich steht das erste Rennen der Saison vor der Tür. Am Samstagabend findet der Citysprint und am Sonntag das Bundesligarennen in Münsingen statt.

Dieses Jahr starte ich später als gewohnt in die Saison. Der Grund dafür sind meine Maturprüfungen, die im Juni statt finden und einige Lernstunden erfordern. Momentan heisst es also für mich: „Lernen, büffeln und nochmals üben.“ Um die Belastung etwas zu mildern, werde ich Anfangs Saison mit dem Rennpensum etwas zurück fahren.

Als kleine Vorbereitung nahm ich an den ersten zwei Rennen des RMVZOL`s teil, wobei ich beide Rennen, das Einzelzeitfahren Ermeswil-Diemberg und das Strassenrennen in Hegnau, für mich entscheiden konnte. Diese Rennen sind natürlich nicht mit einem Bundesligarennen zu vergleichen, waren aber dennoch sehr gute Trainings.

Nun aber gilt`s ernst! Drückt mir die Daumen! ;)

Trainingslager in Gran Canaria 06.-20.03.11

Schon sind wieder zwei Wochen an der Wärme passé und so kann ich auf eine schöne Zeit mit vielen guten Trainings zurück blicken. Meine Teamkolleginnen, Eva Lechner und Nathalie Schneitter bereiteten sich dieses Jahr in Chile auf die neue Saison vor. Dort gewannen die beiden die„Trans Andes Challenge“, ein Etappenrennen, das es in sich hatte. Herzliche Gratulation für diese Leistung! ;) Die zwei Wochen musste ich zum Glück nicht alleine auf dem Velo verbringen. Zusammen mit Marina Giger und Céline Ernst verbrachte ich eine tolle Zeit in Playa d`Inglés. Da ich schon zum vierten Mal in Gran Canaria war, durfte ich, sozusagen als Guide, die beiden durch die schöne Landschaft Gran Canarias führen. Das warme und sonnige Wetter ermöglichte uns jedes Mal ein optimales Training. Der krönende Abschluss führte am letzten Tag unseres Trainingslagers über den Pozo de las Nieves, den höchsten Punkt der Insel, wo wir eine Aussicht bis nach Teneriffa geniessen konnten. Wie auch schon die letzten zwei Jahre konnte ich die Zeit in Gran Canaria super nutzen um viele qualitativ gute Trainings zu absolvieren. Besten Dank auch an mein Team! Ich bin sehr froh, dass ich von diesen zwei Wochen profitieren konnte und meine Beine so richtig „aufpimpen“ konnte. ;)

Nun sind wir wieder zurück in der verschneiten Schweiz. Eine Ferienwoche bleibt mir noch, in der ich meine Maturitätsarbeitpräsentation vorbereiten werde. Nun kommt nämlich der Endspurt meiner Gymi-Zeit. Bis zum Sommer wird es für mich noch einige „Lernstunden“ geben, in denen ich mich für die Maturprüfungen im Juni vorbereiten werde. Das ist auch der Grund weshalb ich bis zum Juli mit den Rennen etwas zurückschrauben werde. Danach heisst es aber wieder: Voll Gas! ;)